37 Ärgernisse zum Jahreswechsel
Es wäre die Lüge des Jahres, würde man – national wie international – das zu Ende gehende Jahr 2025 als einen sonderlich erfreulichen Kalenderabschnitt einstufen. Es ist absolut beklemmend, auf wie viele besorgniserregende oder ärgerliche Entwicklungen man stößt, wenn man die letzten 365 Tage in Österreich wie in der Welt auch nur in Stichworten Revue passieren lässt.
Zuerst die globalen Punkte, dann die österreichischen, die einen in Depression stürzen. Dabei sind nicht nur die großen Vorgänge, sondern auch viele kleine besorgniserregend:
- An der Spitze stehen da die Millionen Opfer des durch nichts außer ein paar Lügen und reiner imperialistischer Eroberungslust gerechtfertigten russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, deren westliche Grenze näher zu Wien ist als Vorarlberg.
- Geradezu zynisch ist, wie US-Präsident Trump die tapfer ihr Heimatland verteidigenden Ukrainer unter Druck setzt, sich dem intensiv an Hitler und Stalin erinnernden russischen Diktator Putin doch zu ergeben, nur weil er in naiver Eitelkeit hofft, dafür den Friedensnobelpreis zu bekommen und mit Russland fette Geschäfte abschließen zu können.
- Zugleich haben die russischen Provokationen gegen die EU dramatisch zugenommen. Die da etwa waren: Überflüge durch Abfangjäger, Drohnen gegen Flughäfen, Ballons mit unklarer Ladung, massive Cyber-Attacken auf staatliche und private IT-Netzwerke oder Durchschneiden der strategisch und für die globale Kommunikation wichtigen Unterseekabeln.
- Nicht zuletzt wegen dieser Aktionen haben die Sorgen so stark wie noch nie in den letzten 40 Jahren zugenommen, dass ein Weltkrieg bevorstehen könnte, da zugleich das ganze russische System auf eine totale Kriegswirtschaft umgestellt worden ist, die zum Selbstläufer zu werden droht und damit nach weiteren Kriegen verlangt.
- Diese Sorgen werden auch dadurch immer virulenter, dass gleichzeitig mit der Eskalation in Europa auch in Ostasien – so wie bei früheren Weltkriegen! – die Kriegsgefahr immer größer wird, diesmal durch die überaus gefährlich gewordenen Vorbereitungen der kommunistischen Festlandchinesen auf einen Angriff gegen die sich an ihre Unabhängigkeit klammernden Taiwanesen.
- Das erinnert intensiv an die Brutalität, mit der die Chinesen schon andere Völker unterjocht und versklavt haben und auch 2025 gehalten haben, von den Uiguren bis zu den Tibetanern. Das erinnert an den Bruch aller Versprechungen Chinas, den Bürgern Hongkongs die unter den Briten genossenen Freiheiten zu belassen.
- Noch größer wird die Gefahr dadurch, dass die – eigentlich durch die gleichen Entwicklungen bedrohten – US-Amerikaner und Westeuropäer durch die Politik des Donald Trump so tief voneinander getrennt sind wie noch nie in den letzten hundert Jahren.
- Von Taiwan bis zur Ukraine zeigt sich, dass die Welt eine viel schlechtere geworden ist, in der die USA erstmals seit langem nicht mehr der Beistand für um Freiheit und Unabhängigkeit ringende Völker sind – wovon, ohne es jemals offen zuzugeben, ja auch Österreich achtzig Jahre lang profitiert hat, nachdem es zu seinem Glück in Jalta nicht einfach dem russischen Imperium zugeschlagen worden ist.
- Von Myanmar über den Kongo und Kolumbien bis zum Sudan toben zum Teil ebenso grausame Konflikte mit vielen Millionen Toten und Vertriebenen, ohne dass die Weltöffentlichkeit sie sonderlich zur Kenntnis nimmt.
- Das ganze Subsahara-Afrika wird durch die wachsende Aggression radikalislamistischer und Einmischung russischer Milizen immer gefährlicher und instabiler.
- Jenseits der Kriegsgefahren sind die von Trump errichteten Zollmauern absolutes Gift für den globalen Wohlstand.
- Genau dasselbe gilt für die Erringung des Eigentums über die weltweiten Abbaustätten vieler seltener Erdmetalle und die gleichzeitige Monopolisierung der – sehr komplizierten – Raffinierung dieser Metalle durch China: Die Sorge gilt vor allem dem wachsenden Missbrauch dieser Position durch Peking zu massiver globaler Erpressung.
- Für viele europäische Staaten besorgniserregend ist der dramatische Verfall des Niveaus der Universitäten vor allem im Vergleich zu den chinesischen Universitäten. Dafür sind insbesondere folgende drei Faktoren verantwortlich:
- der vielerorts ungesteuerte Massenandrang auf die Unis, der die Studentenqualität bnaturgemäß ständig senkt, und der jeden Bedarf der Gesellschaft an den Uni-Abgängern übersteigt, während an Handwerkern und Facharbeitern großer Mangel herrscht;
- durch das Aufblühen unwissenschaftlicher Studien wie der Genderologie, des rassistischen Postkolonialismus oder der Politologie, die den Ruf der gesamten Universität zerstören;
- und durch die "Künstliche Intelligenz", die binnen weniger Jahre sämtliche schriftliche Arbeiten auf den Universitäten total entwertet hat, die Studenten die Fähigkeit geraubt hat, selbständige Querverbindungen zu neuen Problemstellungen herzustellen, die letztlich akademische Abschlüsse rapid wertlos macht.
- Für ganz Europa und nicht zuletzt Österreich, aber auch Russland, Japan und China wird die demographische Entwicklung zur Katastrophe, also das Fehlen einer seit Verbreitung der Anti-Baby-Pille auch nur halbwegs ausreichenden Kinderzahl bei ständig wachsendem Überhang der immer länger lebenden Pensionisten-Jahrgänge.
- Für Westeuropa und Österreich wird das rasche Voranschreiten des Anteils islamischer Einwohner (durch "Flucht", durch Familienzusammenführung, durch die Geburtenhäufigkeit der zur Gebärmaschine degradierten Frauen) zum dramatischen Sicherheitsproblem: Das werden irgendwann auch die rot-grünen Illusionisten erkennen – spätestens ab dem absehbaren Zeitpunkt, da die Anhänger dieser politischen Herrschaftsreligion, die meist Null Bezug zu Demokratie, Toleranz und Rechtsstaat haben, die Mehrheit in einem Land errungen haben und nicht, wie erhofft, die SPÖ oder die Grünen wählen. Daran ändert die Tatsache überhaupt nichts, dass 2025 als Folge des Endes des Syrienkrieges der Flucht-Zustrom etwas geringer geworden ist.
- Anhaltend frustrierend ist, dass es den linken Höchstgerichten, aber auch dem Unwillen der EU, echten Druck auf die Herkunftsländer auszuüben, weiterhin gelungen ist, Abschiebungen in nennenswertem Umfang zu verhindern, obwohl Syrien-, Afghanistan- und Tschetschenienkrieg zu Ende sind.
- Für Westeuropa und Österreich mehr als besorgniserregend ist der immer enger werdende Schulterschluss zwischen Islamisten und Linksextremisten, die beide einen starken Hang zur Gewalt haben und die beide unser freiheitlich-demokratisches System zutiefst ablehnen.
- Da macht auch der Beschluss deutscher Bischöfe fassungslos – und erklärt auch ein wenig, warum der Islam für manche Jugendliche so attraktiv geworden ist und sich die Kirchen leeren –, entgegen einer ausdrücklichen Aussage des neuen Papstes an der Segnung von Homosexuellen (als solche!) festzuhalten.
- In vielen Staaten Westeuropas trauen sich Juden immer weniger mit irgendwelchen Zeichen wie der Kippa in die Öffentlichkeit, die sie als Juden kenntlich machen.
- Viele dieser Fehlentwicklungen hängen mit der undemokratischen Brandmauer etwa in Deutschland gegen die AfD oder in Frankreich gegen das RN zusammen. Nicht nur, dass das diese Parteien als einzige wahrnehmbare Opposition immer mehr stärkt. Es führt auch dazu, dass die Hebelkraft der linken Minderheitsparteien, die viele dieser Dinge sogar im Ideologieprogramm gefordert haben, immer größer wird und daher die Fehlentwicklungen immer schlimmer werden.
- Der Boykott des Schlagerwettsingens in Wien durch sozialistisch regierte Länder wie Spanien, bloß weil Israel teilnimmt, kann nur als infam und antisemitisch bezeichnet werden.
- Für Westeuropa und Österreich werden sich die vor allem von der EU, aber auch von Höchstrichtern und Parlamenten vorangetriebenen woken Fehlentwicklungen noch schlimm auswirken, zu deren Tiefpunkten die sich besonders auf Jugendliche negativ auswirkende Trans- und Homosexualitätspropaganda zählt, sowie die Gleichbehandlung der Schwulenehe, der durch einen kurzen bürokratischen Akt mancherorts täglich mögliche Geschlechterwechsel, die wirren postkolonialen Theorien, die Förderung von irgendwelchen Minderheiten unabhängig vom Leistungsprinzip und schließlich der Kampffeminismus – und das alles in Zeiten, da wir einerseits eigentlich alles tun müssten, um die klassische Familie zu retten, und da wir andererseits von außen zunehmend bedroht sind.
- Diese Fehlentwicklungen umgeben sich mit einer dicken Brandmauer durch Einschränkung der Meinungsfreiheit, die in immer mehr Ländern Kritik am Wokismus, an Ministern, an der Islamisierung und an der Migration zum Verbrechen zu machen begonnen hat (wie auch die USA zu Recht immer stärker kritisieren).
- Diese absurde Entwicklung erschüttert auch auf kleiner, lokaler Ebene die Menschen: So können, nein müssen beispielsweise die Eltern im niederösterreichischen Absdorf bei der Anmeldung zur Volksschule zwischen sechs verschiedenen Geschlechtern wählen, die ihre Kinder hätten.
- In Österreich selbst macht weitaus am meisten Sorge, dass sich die Staatsverschuldung fast ungebremst erhöht. Jetzt beträgt sie schon 84 Prozent des jährlichen Wirtschaftsprodukts BIP. Das führt zwangsläufig zu immer höheren Zinssätzen und jährlichen Zinszahlungen. Das reduziert die Kreditwürdigkeit Österreichs.
- Genau so viel Sorge macht, dass die weitaus stärkste Partei des Landes überhaupt kein Interesse an der – ja eindeutig im Zeitalter der Raketen und Drohnen nur in großräumiger internationaler Kooperation mögliche – militärischen Sicherung der Freiheit und Unabhängigkeit der Österreicher zeigt.
- Ebenso fassungslos macht, dass absolut jeder außenpolitische Ton dieser (angesichts der Migrationskatastrophe und ihrer Stellung als einzige relevante Oppositionspartei verständlicherweise stark angewachsenen) Partei den Interessen Moskaus dient.
- Damit wird eine neuerliche schwarz-blaue Koalition immer unwahrscheinlicher, obwohl diese Formel in den letzten Jahrzehnten weitaus am erfolgreichsten gewesen ist.
- Große Sorge macht auch, dass die Dreierkoalition in ihrem ersten Regierungsjahr – das ja normalerweise von politischen Profis für solche Projekte genutzt wird – kein einziges der für die langfristige Zukunft des Landes lebenswichtigen Projekte in Gang gesetzt hat, auch wenn klar ist, dass die praktisch alle eine Zweidrittelmehrheit bräuchten, welche die Regierung nicht hat.
- Dramatisch besorgniserregend ist die Tatsache, dass die Umtriebe der sogenannten Korruptionsstaatsanwaltschaft völlig ungeahndet geblieben sind, die zahlreiche Existenzen durch jahrelange für die Opfer und den Staat immens teure Verfolgung vernichten konnte, ohne dass die Betroffenen jemals rechtskräftig verurteilt worden wären. Ebenso wie die Tatsache, dass sich diese Staatsanwälte in ihrem unerträglichen Machtrausch auch weiterhin daran befriedigen können, ständig im Alleingang demokratische Wahlergebnisse umzudrehen. Ebenso wie die Tatsache, dass sie gleichzeitig den größten Korruptionsskandal der österreichischen Geschichte, also die gigantische Medienbestechung vor allem durch das Wiener Rathausimperium, ignorieren. Das hat Christian Pilnacek zu Recht als "Putsch" bezeichnet.
- Fast täglich erzürnt der zwangsgebührenfinanzierte ORF durch seine massive ideologische Einseitigkeit. Um nur ein einziges aktuelles Detail aus Tausenden im Laufe des Jahres herauszugreifen: Zur Wiedereröffnung eines japanischen Atomkraftwerkes werden aufgeregt ein paar Dutzend Demonstranten in Japan gezeigt, aber es wird zugleich behauptet, dass das ein "breiter Widerstand" gegen das AKW sei, obwohl die meisten Japaner auf billigeren Strom hoffen und das AKW begrüßen.
- Es mag als lächerliche Marginalie erscheinen, aber es macht dennoch fassungslos, dass in Zeiten rapid steigender Staatsverschuldung die Regierung die Steuerfreiheit für Tampons und Damenbinden verfügt hat. Für solche Sonderwünsche ist immer noch Geld genug da.
- Ebenfalls eine scheinbare Marginalie, die aber viele Österreicher ärgert, ist der jüngste Beschluss der Regierung, weiterhin E-Mopeds mit Steuergeld zu fördern. Dabei sind diese, insbesondere für Fußgänger, zweifellos das größte Ärgernis im Straßenverkehr.
- Ebenso absurd ist, dass die Sozialministerin in Zeiten rapid steigender Staatsverschuldung um Steuergeld eine Kampagne gestartet hat, um den angeblichen "Orgasmus-Gap" bei Frauen zu beseitigen. Das zeigt, dass sich Sozialisten selbst ins intimste Privatleben einzumischen versuchen.
- Dieser prinzipielle Einmischungsideologie der SPÖ in unser persönliches Leben ist auch an einem riesigen Plakat erkenntlich, das im Ikea/Lutz-Stil über drei Stockwerke auf dem SP-Hauptquartier prangt: "Dein Zuhause, unser Auftrag." Die Partei kommt offenbar gar nicht auf die Idee, dass die Menschen die Partei keineswegs in ihrem Zuhause haben wollen.
- Nur einen Teil der Österreicher, aber die dafür umso schlimmer trifft der zunehmende Mangel an Wohnungen und die fehlende Bereitschaft von Investoren, wieder Wohnbauten zu errichten. Das ist klare Folge dreier Faktoren:
- zunehmende Kostenverteuerung für Neubauten durch Mangel an gewidmeten Grundstücken und durch eine immer umfangreicher werdende Überregulierung (etwa durch die soeben beschlossene skurrile Hitzeschutzverordnung der Sozialministerin für Bauarbeiter);
- neue Gesetze, die das Vermieten unrentabel machen;
- und der wachsende Bedarf der Migranten an billigem Wohnraum.
- Angesichts all dieser Fakten ist es kein Wunder, dass die große Mehrheit der Österreicher mit Sorge und Skepsis ins neue Jahr geht – zuletzt war die Stimmung 2019 signifikant besser. Das war ganz zufällig das Ende der schwarz-blauen Regierung. Aber deren Wiedeholung ist wegen der Russlandliebe der Freiheitlichen unmöglich geworden.
Da bleibt auch mir nur die Entschuldigung übrig, dass mir derzeit wenig Erfreuliches einfällt, mit dem ich meine Neujahrswünsche an alle Leser begleiten kann. Dennoch seien die umso herzlicher ausgesprochen.
