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113 Prozent Abzocke – aber die Diebe aus dem Rathaus halten es geheim

113 Prozent Abzocke – aber die Diebe aus dem Rathaus halten es geheim

Hunderttausende Wiener und Besucher der Stadt Wien erfahren es erst jetzt: Es gibt einen Tarif in Wien, der von der bankrotten Stadtverwaltung nicht nur um 33, 40 oder 66 Prozent erhöht worden ist – wie es zu Recht schon im Herbst von vielen Seiten kritisiert worden ist –, sondern sogar um mehr als 113 Prozent. Das ist bei den Ankündigungen und "Kommunikationen" der Stadt bisher völlig verschwiegen worden. Das ist extrem verlogen.

All diese unverschämten Preis- und Tariferhöhungen sind ein Schlag der Wiener Genossen ins Gesicht und in das scheinheilige Inflations-Empörungs-Getue von SPÖ-Chef Andreas Babler. Das ist doppelt ungeheuerlich, da Wien damit eine Gruppe in der Bevölkerung besonders trifft, die sich nur schlecht wehren kann. Das ist dreifach provozierend, da Wien gleichzeitig die weit über dem Niveau der anderen Länder liegende Luxusbetreuung für Migranten ebenso wie die Bestechungsinserate für willfährige Medien ungeniert fortsetzt. Und das ist vierfach zynisch, da es das Rathaus eiskalt ausnutzt, dass die nächsten Wahlen erst 2030 fällig sind, und die Wähler den Erhöhungsskandal bis dahin, so hofft man, vergessen haben.

Es geht um die Einzelkarte für Senioren, die bisher pro Fahrt 1,50 Euro gekostet hat. Künftig müssen Senioren für eine einzige Fahrt 3,20 Euro ausgeben (sogar wenn sie die Fahrkarte bei einem Vorverkaufsschalter der Wiener Linien erwerben)!

Der Zorn über diese Abzockerei wird noch viel größer, da das in Zeiten erfolgt, da die Unterbrechungen im öffentlichen Verkehr in Wien so häufig geworden sind wie nie seit den Zeiten, da Bomben auf die Stadt geflogen sind. Gleichzeitig ist die Fertigstellung der neuen U-Bahnlinien so hinausgezögert worden, dass viele Senioren sie wahrscheinlich gar nicht mehr erleben werden.

Die Zornesader Tausender Wiener Senioren schwillt noch mehr, wenn ihnen jetzt die vielen hochbezahlten Propagandisten im Dienste der SPÖ, pardon: des Rathauses beschwichtigend entgegenhalten, dass es eh noch die Senioren-Jahreskarte für 294 Euro gäbe. Aber erstens ist auch die kräftig verteuert worden, und zweitens sind halt gerade Pensionisten sehr oft Menschen, die nicht täglich zur Arbeit fahren, sondern nur gelegentlich ein öffentliches Verkehrsmittel benutzen, wenn sie Enkel besuchen, oder wenn es schneit.

Bei der Suche nach sonstigen Vergünstigungen auf den diversen Apps der Wiener Linien findet der Senior absolut nichts – es sei denn, er ist schwul unterwegs, dann wird ihm freudestrahlend ein "QueerCityPass" angeboten ...

Das ist alles unfassbar. Offenbar pfeifen die Wiener Sozialisten nun auch auf die Pensionisten als Wähler, nachdem sie schon die Arbeiter verloren haben. Irgendwann werden sie aber wohl entdecken, dass man bloß mit den Schwulen und den linksradikalen Politologie- und Publizistik-Studenten selbst in Wien den Gemeinderats-Sitzungssaal nicht füllt. Und ebenso werden sie entdecken, dass man nicht alles auf Babler schieben kann, so sehr der auch selbst ein Totengräber der einst staatstragenden Sozialdemokratie ist, dem nichts anderes einfällt, als über die Inflation zu jammern.