Die Schande der Welt
Es ist nur noch beschämend. Wir sind Zeugen des schlimmsten Blutbads, das seit den Nazi-Verbrechen je ein Regime an der eigenen Bevölkerung angerichtet hat. Doch kein einziger von jenen, deren Hauptbeschäftigung im "Nie wieder!"-Brüllen besteht, wenn irgendwo ein Sammler von Weltkriegs-Utensilien "erwischt" wird, lässt sich vernehmen. Kein einziger jener, die wegen der Vorgänge in Gaza auf die Straße gegangen sind, protestiert dort gegen die iranischen Schlächter, obwohl im Iran binnen weniger Tage ungefähr so viele unbewaffnete Menschen durch gezielte Gewehrschüsse der Schergen der Mullahs ums Leben gekommen sind wie in Gaza binnen drei Jahren als Opfer der israelischen Luftangriffe auf Hamas-Stellungen. Auch den hiesigen Feministinnen ist die Versklavung der iranischen Frauen total wurscht, während sie im Zwangsgebührensender täglich Hassorgien gegen die österreichischen Männer veranstalten, zuletzt etwa mit dem Argument, dass der Rückgang(!) der Morde an Frauen deshalb ein Skandal sei, weil die Morde an Männern noch stärker abgenommen haben. Zuletzt bleibt die ernüchternde Frage: Wie reagiert Österreich auf die brutale Ermordung von weit mehr als 34.000 iranischen Zivilisten, also auf einen Völkermord am eigenen Volk? Wie reagiert Europa?
Hingegen wissen die iranischen Freiheitskämpfer sehr gut, warum sie jetzt anfangen, die Moscheen anzuzünden: Denn dort sammeln sich regelmäßig die Mörderbanden der Revolutionsgardisten, um dann auf die unbewaffnet gegen das Terrorregime demonstrierenden Menschen mit gezielten Schüssen ins Gesicht loszugehen. Neuerlich schaut die – regelmäßig in heuchlerischer Art über "unsere Werte" palavernde – europäische Außenwelt so tatenlos zu wie damals, als die Nazis mit ähnlicher Brutalität massenweise die eigene Bevölkerung ausgerottet hatten. Oder als die Serben 1995 rund 8000 Bewohner von Srebrenica abgeschlachtet hatten.
Gewiss kann von keinem anderen Land verlangt werden, in Iran einzumarschieren, um die Verbrechen seniler Obermullahs zu beenden. Aber ebenso gewiss ist, dass absolut jede Aktion gegen die iranischen Diktatoren moralisch in gleicher Weise gerechtfertigt wäre, wie sie es gegen die Nazis gewesen ist.
Ebenso gewiss ist, dass kein vernünftiger und anständiger Mensch es kritisieren würde, wenn Donald Trump die tief in unterirdischen Bunkern versteckten Khameneis töten könnte und würde.
Ebenso gewiss ist, dass all jenen Juristen der Bezug als Universitätsprofessor gestrichen gehört, die behaupten, dass ein solcher Schlag das Völkerrecht verletzt. Ein auch nur irgendwie humanitär orientiertes Völkerrecht verdient nicht die Bezeichnung "Recht", wenn es bei solchen monströsen Verbrechen zum tatenlosen Zuschauen anhält, um dadurch eine blutrünstige Diktatorenclique zu schützen.
Ebenso kann es, ebenso könnte es niemand verurteilen, würde irgendjemand, würde irgendein Land der verzweifelten iranischen Bevölkerung Waffen zukommen lassen, um damit ihre Freiheit zu erkämpfen.
Aber niemand tut das offenbar.
Niemals wird es den Linken im Iran und anderswo – auch auf Österreichs Straßen – verziehen werden, dass sie es waren, die in den 70er Jahren als sogenannte 68er Bewegung den Mullahs zur Macht verholfen haben, und dass sie deren Untaten noch immer kleinreden.
Es ist absolut unbegreiflich, dass der ORF ausgerechnet die allerlinkeste Frau unter seinen Redakteuren mit der Berichterstattung aus dem Iran beauftragt hat.
Die Täter im Iran sind eine Verkörperung des Schiitismus. Dieser ist mit dem Sunnitismus schon oft im blutigen Konflikt gestanden – umso unverständlicher ist, dass wir keine großen Proteste und Demonstrationen aus der sunnitischen Welt gegen das iranische Blutbad gehört haben, dass die – den sunnitischen Muslimbrüdern nicht allzu fern stehende – offizielle Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich mit keinem Wort eine scharfe Verurteilung gewagt hat, aber gleichzeitig behauptet, auf dem Boden der österreichischen Verfassung zu stehen.
Es kann schon gar keine Rechtfertigung für die iranischen Massaker sein oder eine Begründung, toleranter damit umzugehen, dass sich die dortige Herrschaftsideologie eine "Religion" nennt. Denn sie ist das Gegenteil. Sie ist genauso übel und verbrecherisch wie der Nationalsozialismus oder der Kommunismus gewesen sind.
Die Obermullahs gleichen bestenfalls den heidnischen Römern, wo sich die Kaiser selbst zu einem Gott machten und alle, die das nicht geglaubt haben, von wilden Tieren zerfleischen ließen. Das sollten endlich auch jene Christen verstehen, die ständig ohne nachzudenken gebetsmühlenartig für Dialog und Verständigung mit den schiitischen Mullahs eintreten, weil der Schiitismus ja eine Religion sei. Sonst könnten sie wie auch nach den Hitler-Jahren kritisch gefragt werden, ob sie deutlich genug gegen so unbeschreibliche Verbrechen protestiert (oder aus Angst vor Vergeltung dazu geschwiegen) haben.
Noch viel unbegreiflicher ist, wenn etwa in Frankreich jetzt eine Frau wegen der Verbrennung eines Korans verurteilt wird, weil sie nur auf diesem Weg ihre Verzweiflung und Empörung über die Vorgänge im Iran auszudrücken versucht hat.
Das alles beweist, dass auf den Straßen der iranischen Städte auch Europa ein weiteres Stück untergeht.
Das besonders Tragische: Die Iraner, die Perser zählen zu den zweifellos kulturell am höchsten entwickelten Völkern in einem großen geographischen Umkreis. Und ausgerechnet sie müssen das durchmachen!
