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Wie wieder wettbewerbsfähig werden?

Wie wieder wettbewerbsfähig werden?

Bei noch so vielen nationalen oder europaweiten Analysen zeigen sich immer die gleichen offenbar unüberwindlichen Ursachen dafür, dass es Unternehmen in andere Kontinente vertreibt.

 

Die hohen Steuern: Aber die werden hoch bleiben, solange der ohnedies schon schwer überschuldete Staat nicht Hand an die viel zu hohen Sozialausgaben legt. Da stünden in Österreich das Pensionssystem und das viel zu frühe Antrittsalter an der Spitze, das aber niemand anzurühren wagt.

Die zu hohen Löhne: Aber deren reales Sinken wird von den um ihre Existenz kämpfenden Gewerkschaften verhindert, auch wenn sie in Österreich zum Unterschied von Deutschland nicht mehr so unverschämt sind wie früher.

Die hohen Strompreise: Aber die bleiben auch langfristig hoch, weil die Atomkraft in Deutschland und Österreich weiter ungenutzt bleibt, weil die AKW zugesperrt worden sind und weil die Alternativen total unverlässlich sind.

Der russische Angriffskrieg: Aber die Anzeichen auf eine Erschöpfung einer der Kriegsparteien sind noch zu gering, als dass man darauf bauen könnte, dass er beendet wird.

Die amerikanische Zollpolitik: Aber es gibt keine Anzeichen, dass Donald Trump vernünftig wird.

Der chinesische Egoismus: Aber seit sich Europa für China geöffnet hat, hat es keine Chance gegen die chinesische Politik einer niedrigen Bezahlung seiner Arbeiter, der Ausnutzung der versklavten Völker, der Nichteinhaltung von Umweltregeln und der geschickten Ausnutzung globaler Rohstoffmonopole.

Das Fehlen einer notwendigen Staatsreform in Österreich: Aber die großen Einsparungen und Rationalisierungserfolge durch Umschichtungen zwischen Gemeinden, Ländern, Staat und EU sind eher eine Illusion, auch wenn die steuerliche Verantwortung jeder Ebene für das, was sie ausgibt, sicher ein Fortschritt wäre.

Die Notwendigkeit einer Deregulierung der Bürokratie: Aber in Wahrheit steckt hinter jeder Vorschrift, jedem Formular ein sehr konkretes – echtes oder vorgeschobenes – Interesse: etwa ein soziales (gegen die bösen Ausbeuter), ein ökologisches (für die Klima- und Umwelt-Rettung), ein polizeiliches (zur Verhinderung von Verbrechen wie etwa Geldwäsche), ein friedenspolitisches (zur Bestrafung von Aggressoren). Wer Deregulierung ernst meint, müsste auch immer konkreten Interessen den Kampf ansagen. Die bloße Ersetzung von Fax durch elektronische Kommunikation wird nichts Merkbares bringen.

Management-Fehler: Aber die kennt man immer erst im Nachhinein, auch wenn sie von der Gewerkschaft bei jedem Problem behauptet werden.

Ich schreibe in jeder Nummer von Österreichs einziger Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung "Börsen-Kurier" die Kolumne "Unterbergers Wochenschau".