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ORF: der siebzehnfache Weißmann-Skandal

ORF: der siebzehnfache Weißmann-Skandal

Gleich auf einer Vielzahl von Ebenen spielen sich die widerlichsten Elemente des Skandals rund um den Rücktritt des ORF-Generalintendanten Roland Weißmann ab. Dabei zeigen sich zum einen etliche unappetitliche, aber wohl geschlechtstypische Verhaltensweisen vieler Männlein und Weiblein in besonderer Deutlichkeit. Deutlicher denn je erkennen wir aber auch die üblen Folgen der Tatsache, dass ein großes Medienunternehmen ohne jede objektive Notwendigkeit in staatlichem, also politischem Eigentum steht, wodurch Menschen ohne Kontrolle der Wähler oder des Marktes mit öffentlichem Geld verschwenderisch herumwerfen und den Job als Gratisbordell ansehen können. Die Affäre zeigt aber auch sehr unterschiedliche Charaktere und taktische Fähigkeiten der politischen Parteien auf. Und sie wirft ein ganz, ganz schlechtes Licht auf wirklich alle Akteure, die da aufgetreten sind.

Die Ebenen des Grauslichen im Einzelnen:

1. Die Männer

Im ORF hat schon seit Jahr und Tag ein brutaler und ziemlich geschlechtstypischer Kampf zwischen zwei Männern an der Spitze getobt, wie man ihn auch anderswo in ähnlichen Konstellationen beobachten kann. Der Kampf wurde lange hinter den Kulissen gehalten, aber letztlich so erbittert geführt, dass am Schluss beide auf offener Bühne politisch tot sind. Es war, wie so oft zwischen Männern, ein Kampf erstens um Macht (wer künftiger ORF-Chef wird), zweitens um Geld (um einen skandalösen Pensionsvertrag) und drittens um eine schöne Frau (bei der schon ihr Internet-Bild eine eindrucksvolle Klaviatur des Verführerischen offenbart).

2. Die schöne Frau

Diese schöne Frau hat sich nach der Reihe – und offenbar auch ein wenig gleichzeitig – nicht nur die beiden mächtigsten Männer des ORF geangelt. Sie hat dann auch verstanden, dem einen, als sie in Wahrheit schon dem anderen nahestand, sexuelle Bilder zu entlocken, diese aber dann vier Jahre tiefgekühlt bereitgehalten, bis sie dem einen dadurch maximal schaden konnte. Das ist widerlich, egal, was ihr Motiv gewesen ist. Also egal, ob es ihr aus einem bisher unbekannten Grund um verspätete Rache an diesem Mann gegangen ist oder schlicht darum, dem anderen einen Liebesdienst zu erweisen, der mit dem Liebes-Konkurrenten auch sonst verfeindet gewesen ist.

3. Die Frauen und noch einmal die Männer

Egal, wie das Verhalten der Dame zu bewerten ist: Sofort, da sie die Behauptung nach außen spielt, durch ein paar Fotos und Nachrichten vor vier Jahren unerträglich belästigt worden zu sein, tritt die gesamte feministische Front in geschlossener Phalanx ohne jedes Nachdenken zu ihrer Verteidigung an, schwätzt etwas von einer armen schutzbedürftigen Frau. Und viele Männer sind seit MeToo so jämmerlich kastriert, dass sie sich nicht mehr trauen, das Verhalten der schönen Frau öffentlich kritisch zu hinterfragen, dass sie alle sofort politisch korrekt in die Knie gehen und woke Erschütterung zeigen.

4. Der "Frauenschutz"

Auch wenn es nicht direkt mit dem ORF-Fall zu tun hat, so ist doch noch nie so widerlich wie diesmal der angeblich notwendige Schutz der Frauen gegen die bösen Männer, also gegen alle, als in der Wirkung massiv überschießendes Massenvernichtungsmittel entlarvt worden. Dennoch haben mindestens drei SPÖ-Minister (offenbar auf der Suche nach den verlorenen Wählerstimmen) diesen Schutz zu ihrem Hauptanliegen gemacht. Da erfährt man mit staunendem Mund, dass neuerdings sogar "unerwünschte Essenseinladungen" eine sexuelle Belästigung darstellen. Leider erfährt man nicht, welche Essenseinladungen zu den erwünschten gehören und erlaubt sind. Sind sie das nur dann, wenn der Einladende sehr reich oder sehr mächtig ist? Oder nur noch dann, wenn die Einladung von einer anderen Frau kommt, die Frauen vorzieht?

5. Der schwache Chef

Der Chef des ORF hat im ganzen Drama gleich drei besonders gravierende Fehler gemacht (parallel zur Tatsache, dass er dem Unternehmen immer ein besonders schwacher General gewesen ist, der dem ideologischen und unternehmensschädlichen Treiben der Redakteure nie Einhalt zu gebieten versucht hat): Der erste Fehler bestand darin, dass er einst das Spiel der Frau nicht durchschaut hatte; der zweite darin, überhaupt intime Bilder und Nachrichten zu versenden, obwohl jeder normale Mensch auch immer mit dem Ende einer Beziehung rechnen muss (auch wenn es sich nicht um Fallen und Intrigen handelt) und obwohl er spätestens seit den Umtrieben der WKStA wissen muss, dass die Elektronik nie etwas vergisst; und der dritte Fehler bestand darin, dass er beim ersten Windhauch gegenüber der Intrige der Dame oder ihres Anstifters und gegenüber dem ihm parteipolitisch alles andere als nahestehenden Aufsichtsratschef in die Knie gegangen und ohne ausreichenden Grund zurückgetreten ist. Aber das passiert bei Männern eben, wenn ihnen der Verstand zwischen die Beine rutscht.

6. Der Intrigant

Wie in der klassischen Literatur von Shakespeare bis Schiller, von Jago bis Wurm bis Alba steht ein Intrigant im Zentrum, der an der naiven Zentralfigur Rache nimmt, der aber vorher – wie auch seine Vorgänger in der gleichen Funktion – für alles Schmutzige, für alle Intrigen im Dienste des jeweiligen Chefs zuständig gewesen ist, der sich jedoch dann mit aller Intrigantenkraft gegen die neue Zentralfigur wendet, sobald ihm diese den (in diesem Fall: vom Vorgänger versprochenen) Lohn für seine Dienste vorenthalten will.

7. Die Pensions-Infamie

Besonders provozierend für alle ORF-Angestellten ist die jetzt offenkundig gewordene Tatsache, dass sich einige Herren an der Unternehmensspitze unglaublich üppige Pensionen zugeschanzt haben – während den normalen ORF-Mitarbeitern in den letzten Jahren alle Firmenpensionen gestrichen worden sind.

8. Der Drahtzieher

Hinter vielen Intriganten stehen, wie Schiller gewusst hat, auch noch Drahtzieher à la Eboli oder Domingo mit wieder eigenen Interessen. Das ist in unserem Fall der Vorgänger des Chefs, der einst dem Intriganten für seine Verdienste (etwa um den Versuch einer Wiederwahl des früheren Chefs) üppigen Lohn aus der Unternehmenskasse zugesagt hat. Ein wirklicher Aufsichtsrat hätte da umgehend Anzeige wegen Untreue erstattet.

9. Der oberste Aufseher

Statt diese Anzeige zu erstatten und statt die offenkundige Intrige aufzudecken, hat der oberste Aufseher aus Solidarität mit Rot und Grün mitgespielt und stattdessen den schwachen schwarzen Chef zum Rücktritt gezwungen. Er bleibt auch ungeniert im Amt, obwohl ihm inzwischen ein großer Verlag ein gesetzwidriges und erpresserisches Verhalten vorwirft.

10. Die Freimaurer

Führende Akteure der Intrige sind auch durch die gemeinsame Zugehörigkeit zu den Freimaurern verbunden (auch wenn man diese Mitgliedschaften bekanntlich nie rechtskräftig beweisen kann).

11. Der Rechtsanwalt

Ein dubiose Rolle am Rande spielt auch ein Rechtsanwalt, der im Namen von wem auch immer Handlungen setzt, die man sehr leicht für eine klassische Erpressung halten könnte, dem aber von der ganzen ORF-Blase dennoch zugesichert wird, seine Anonymität zu wahren.

12. Die ÖVP

Die Schwarzen spielen aus Dummheit oder freimaurerischer Verbundenheit oder aus Hoffnung, wieder einen formell schwarzen (und wahrscheinlich genauso schwachen) Chef nominieren zu dürfen, hilflos mit und begreifen nicht, dass sie damit ausgerechnet dem blauen Gegenintriganten Peter Westenthaler (der einst ausschlaggebend dafür gewesen ist, dass ausgerechnet ein Roter ORF-Chef wird) komplett die Bühne und damit seiner Partei etliche weitere Punkte an Wählersympathie überlassen. Dabei wären eigentlich die Schwarzen die Partei des "Weniger Staat, mehr Privat", was eigentlich für ein klares Ende des Gebührenzwanges sprechen müsste.

13. Die Roten und die Grünen

Diese beiden Parteien agieren wie so oft Hand in Hand und haben absolut keinen Genierer, sich gegenseitig auf Kosten der Öffentlichkeit Millioneneinkünfte zuzuschieben (alleine für die Abfertigung des obersten Intriganten mussten als Folge 2,4 Millionen Euro rückgestellt werden!). Die beiden Parteien agieren im ORF als Siamesische Zwillinge und haben seit jeher jede Idee, die Zwangsgebühren abzuschaffen, sofort blockiert – genauso, wie sie auf staatlicher Ebene immer um neue Steuern kämpfen, die sie dann ideologisch oder für sich selbst ausgeben können.

14. Die Erpressung

Besonderes Kennzeichen der rotgrünen ORF-Intriganten-Mafia von der Redaktion bis zum Aufsichtsrat ist seit vielen Jahren die Erpressung aller eventuell kritischen Medien mit der Drohung, dass es bei Kritik am ORF keine Auftritte mehr im Gebührenfunk gibt. Was sich an zahllosen Beispielen beweisen lässt und was viele "unabhängige" Medien in die Knie zwingt. Das ist ein ganz ähnliches Spiel, wie es das rote Imperium der Gemeinde Wien nach wie vor durch seine Bestechungsinserate betreibt. Und wie in diesem Fall ohne Genierer vom Aufsichtsratschef selber betrieben worden ist.

15. Die linken Methoden

Die Intrige gegen den ORF-Generaldirektor (bei der man jahrelang auf schmutzige Weise erlangte Beweise in der Hinterhand gehalten hat, um sie im taktisch richtigen Zeitpunkt einzusetzen) reiht sich in eine lange Reihe linker, teilweise sogar krimineller Infamien gegen politische Gegner, die oft uralte Dinge im richtigen Zeitpunkt in den Kampf geworfen hat. Siehe etwa die Stichwörter:

  • Waldheim-Kampagne,
  • Silberstein,
  • Liederbuch-"Funde",
  • ORF-Intrigen gegen die letzten senderinternen und nicht weichgekochten Bürgerlichen von Mück bis Ziegler,
  • der Ibiza-Lauschangriff,
  • die WKStA-Intrigen gegen Sebastian Kurz,
  • der Abschuss ds Rektors der Pädagogischen Hochschule Baden,
  • der Abschuss des ÖVP-Klubobmanns Wöginger durch die linken Staatsanwälte, während Rote und Grüne, die haargenau dasselbe getan haben, unangetastet bleiben.

16. Der Minister

Es spricht viel dafür, ohne dass man es vorerst endgültig beweisen kann, dass auch der SPÖ-Vorsitzende als "Medienminister" seine Hände im schmutzigen Spiel hat. Er hat jedenfalls keine Sekunde kritisch über die leicht durchschaubare Intrige nachgedacht. Er hat sich vielmehr von außen in den laut SPÖ unabhängigen Rundfunk eingemischt, indem er sofort verlangt hat, es müsse jetzt eine Frau werden. Er hat jedenfalls durch Auflegen der feministischen Platte unabhängig von irgendwelchen Qualitäts- und Fähigkeitsanforderungen allen Frauen schwer geschadet und wieder ins Image gerückt, nur durch ihr Geschlecht irgendwelche Spitzenfunktionen zu bekommen.

17. Die Machtbastion der linken Redakteure

Schwache, beziehungsweise linke ORF-Generaldirektoren haben praktisch die gesamte inhaltliche Macht im ORF-Programm linken Redaktionen überlassen, die mit Hilfe von Statuten und der Berufung auf journalistische Freiheiten den (bitte nicht lachen:) "Kultursender" Ö1 in eine kommunistische und die journalistischen Fernsehredaktionen in grüne Agitationsbastionen verwandeln konnten. Der schwache und offensichtlich mehr an schönen Frauen interessierte  Generaldirektor Weißmann hat nie auch nur die Spur des Versuchs gezeigt, diese (übrigens auch massiv gesetzwidrige) Linksradikalisierung einzubremsen. Die Affäre Weißmann-Strobl-Lederer ist nun sogar zusätzlich eine perfekte Brandmauer, um diese Bastionen zu schützen und sogar noch weiter auszubauen. Das wird diesen Redaktionen auch gelingen, solange sie eine schwarz-blaue oder blau-schwarze Regierungsmehrheit sowie eine Rückkehr des Sebastian Kurz verhindern können. Wobei ihnen freilich zuletzt auch die Herren Nehammer und Kickl sehr behilflich gewesen sind.