Warning: Illegal string offset 'portraitimage' in /var/www/lweb50/htdocs/science-blog.at/conf.php on line 67
Die Zukunft hat schon begonnen - aber ohne uns!

Die Zukunft hat schon begonnen - aber ohne uns!

Die von Dr. Kirchner am 21.April so trefflich beschriebene Situation bezüglich der Stromproduktion hat sich in den Wirtschaften von Deutschland und Österreich in den letzten Jahren bereits deutlich ausgewirkt. Eine der einschneidendsten Folgen der Energiepolitik der beiden Länder ist die Abwanderung der wertschöpfenden Industrie. 

Es ist nicht schwer, darüber zu erfahren. Die oft missbrauchte, aber auch nützliche AI (Künstliche Intelligenz) gibt darüber bei einer simplen Google-Suche bereitwillig Auskunft. Eine einfache Anfrage "Abwanderung der Industrie aus Österreich” ergibt:

"Die Deindustrialisierung in Österreich schreitet voran: Über 40 % der Industriebetriebe haben in den letzten drei Jahren Teile ihrer Wertschöpfungskette ins Ausland verlagert. Hohe Arbeits- und Energiekosten, Bürokratie sowie ein akuter Fachkräftemangel machen den Standort unattraktiv. Dies bedroht rund 450.000 Arbeitsplätze direkt und gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit.”  

Und weiters:

Hauptgründe für die Abwanderung (Deindustrialisierung):

  • Hohe Produktionskosten:Die Arbeitskosten (Lohnnebenkosten) und Lohnstückkosten sind im internationalen Vergleich zu hoch, was die Wettbewerbsfähigkeit schwächt.
  • Energiepreise:Unkalkulierbare und hohe Energiepreise belasten energieintensive Unternehmen.
  • Bürokratie:Hoher administrativer Aufwand.
  • Fachkräftemangel:Die schwierige Suche nach qualifizierten Arbeitskräften.
  • Standortverlagerung:Besonders die Metallindustrie ist von Abwanderungsplänen betroffen, da fast die Hälfte der Betriebe mit Verlusten rechnet." 

Folgen und Ausblick sowie eine Reihe von Berichten aus der Wirtschaft sind ebenso leicht zu erfahren, vorausgesetzt, dass man des Lesens kundig ist. Von der Regierung und den Politikern hört man als Medizin zur Abhilfe bestenfalls "Steuersenkungen und Subventionierung”, beides auf dem Rücken der Steuerzahler oder der vertieften Verschuldung des Staates.

Für Deutschland erstellt die AI eine ähnliche Diagnose:

"Die deutsche Industrie verzeichnet eine zunehmende Abwanderung und Produktionsverlagerung ins Ausland, angetrieben durch hohe Energiepreise, übermäßige Bürokratie, hohe Steuern und Fachkräftemangel. Besonders energieintensive Branchen (Chemie, Stahl, Glas) sind betroffen, wobei Investitionen vermehrt in die USA oder das europäische Ausland fließen. Im Jahr 2025 wurden über 120.000 Arbeitsplätze in der Industrie abgebaut.” 

 Hauptgründe für die Deindustrialisierung:

  • Energiepreise:Zu hohe Kosten für Strom und Gas im internationalen Vergleich machen den Standort Deutschland, insbesondere für die energieintensive Industrie, unattraktiv.
  • Bürokratie & Regulierung:Hohe regulatorische Hürden und langsame Genehmigungsverfahren hemmen Investitionen.
  • Standortfaktoren:Hohe Steuern, Sozialabgaben sowie eine schwache Konjunktur führen dazu, dass Unternehmen Kapazitäten abbauen.
  • Investitionsverlagerung:Laut einer DIHK-Umfrage planen viele Betriebe, ihre Investitionen ins Ausland zu verlegen. " 

Auch diese Diagnose ist von weiteren Hinweisen aus der Wirtschaft untermauert.

Beide Länder zeichnen sich durch einen verbohrten Widerstand gegen die Kernkraft aus. Nun, Letzteres ist wohl ein nicht ganz fairer Kommentar. Denn wer ist es, der verbohrt in diesen Ländern ist? Zuerst wohl die politische Führung, weil sie die verbohrten Grünen und Linken braucht, um an der Macht zu bleiben. Viele, die sich als "Wissenschaftler” ausgeben, sind es aus Opportunismus – und um an solchen "Förderungsmitteln” zu saugen, die alles andere als wirtschaftsfördernd sind. 

Dazu kommt, dass die Preisunterschiede bei den Strompreisen in den Industrieländern der Welt Bände sprechen. Siehe: 

https://worldpopulationreview.com/country-rankings/cost-of-electricity-by-country

Es werden in der letzten Zeit sogar in den Tagesmedien zunehmend Stimmen laut, die ein Dämmern zur Einsicht erhoffen lassen. Sicherlich sollte man einem Großteil der Bevölkerung beider Länder einen Bildungsstand und ein technisches Grundwissen zugestehen, das ihnen erlaubt, in einer neuen Volksabstimmung ein Urteil zu ihrem Wohlstand abzugeben. Zur Not kann eine Aufklärungskampagne durch verantwortliche Techniker helfen. Was aber alle inzwischen mitbekommen haben müssen, ist der Trend in allen Nachbarländern, der gesamten EU und allen Industriestaaten der Welt, die Kernenergie friedlich zu ihrem jeweiligen Wohlstand auszubauen und zu nützen. Will man wirklich denen zu Höchstpreisen abkaufen, was man selbst preiswerter produzieren könnte? Noch dazu, da der Widerstand im Land auf Fehlkonzepten im Klimawandel und der Atomphysik besteht. 

Was man aber von der AI bekommen kann, findet bei den Politikern in Österreich und Deutschland bestenfalls ein Echo mit IA (Intelligenz Abgeschafft!)  oder auch "Ih-Ah!” 

Die Zukunft bei der Stromproduktion hat schon begonnen! Aber woanders!!

 

DI Helmut Wöber ist Diplom-Bergbauingenieur, lebt in einem Vorort von Vancouver, Kanada, und war beruflich auf allen fünf Kontinenten und Grönland tätig, unter anderen auch auf dem Gebiet Uranexploration und Uranbergbau.