Erich Rummich
Erich Rummich | 02. August 2012

Elektromobilität - Elektrostraßenfahrzeuge

Elektrische Straßen- und Hybridfahrzeuge haben in der letzten Zeit enorm an Bedeutung gewonnen. Der Artikel gibt Auskunft über den heutigen Stand der Speichertechnologien und Energiewandler, der Wärmebedarfsdeckung des Fahrzeugs und der verschiedenen Typen von elektrischen Antriebsmaschinen.

Erich Rummich für den Science-Blog

In den letzten Jahren beschäftigen die Menschheit Themen wie das steigende Wachstum der Erdbevölkerung, der damit verbundene Klimawandel, die Erschöpfung der verschiedenen Ressourcen und die stets ansteigende Mobilität der Menschen.

Ein neues Thema ist die so genannte Elektromobilität.

Elektromobilität bezeichnet den Einsatz von elektrischer Energie zum Betreiben von individuellen Fahrzeugen oder elektrische Hybridantriebe (Elektro- und Verbrennungsmotor) für die Erfüllung der unterschiedlichen individuellen Mobilitätsanforderungen. In jüngster Zeit wird der Begriff Elektromobilität auch in Verbindung mit Programmen der unterschiedlichsten Institutionen zur Förderung des Einsatzes von Elektrofahrzeugen verwendet.

Elektrischer Strom, erzeugt aus erneuerbaren Energieträgern, bietet die Vorteile einer abgas- und feinstaubfreien sowie geräuscharmen Verkehrsbewältigung.

Ein erstes österreichisches Elektromobil

Dabei sollte nicht vergessen werden, dass auch in Österreich Pionierleistungen auf diesem Gebiet der Elektromobilität erbracht wurden. Bereits zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert konstruierte Ferdinand Porsche in den Lohner-Werken ein für die damalige Zeit richtungweisendes Elektromobil. Dieses wurde von zwei Gleichstrom- Radnabenmotoren, die in den beiden Vorderrädern integriert waren, angetrieben (Abbildung 1).

Abbildung 1 Lohner-Porsche-Elektromobil. „Semper Vivus“ 1900
Akkumulator: Bleiakku mit 44 Zellen und ca. 80 V Gleichspannung (410 kg). Betriebsdauer ca. 3 Stunden, Höchstgeschwindigkeit 50 km/h. (Technisches Museum Wien; Quelle: Wikpedia)

Als Energiequelle diente damals sowie auch heute vereinzelt noch eine Bleibatterie. Nachteil dieser Batterien waren und sind ihre geringe Energiedichte von damals 10Wh/kg bis 20Wh/kg bzw. heute 35Wh/kg bis 50Wh/kg, damit verbundene hohe Masse und gleichzeitig geringe Reichweite des Fahrzeuges.

Das in den Lohner-Werken gebaute Emobil wurde im Jahre 1900 auf der Pariser Weltausstellung gezeigt. Erwähnt sei auch, dass in diesen Jahren das weltweit erste allradgetriebene Elektrofahrzeug gebaut wurde.

Energiespeicher

Das Problem des Energiespeichers in reinen Elektrofahrzeugen ist bis heute nicht befriedigend gelöst.

Bedenkt man, dass ein Kilogramm eines herkömmlichen Kraftstoffes (Benzin, Diesel) einen Energieinhalt von etwa 11kWh [d.s. 11000 Wh/kg, Anm.] besitzt, erkennt man rasch den Nachteil von heutigen Batteriesystemen mit 80Wh/kg bis 150 Wh/kg (Abbildung 2).0

Abbildung 2.  Energieunhalte von Kraftstoffen und aktuellen Batteriesystemen (Quelle: Wikipedia „Gewicht- und Volumenvergleich von Dieselkraftstoff+Tank gegenüber Traktionsbatterie - ohne Betrachtung der Gesamtsysteme mit Motor, Kühlung, Getriebe, Ansaug- und Abgasanlage u. ä“)
Ein weiteres Problem ist das rasche Laden einer Traktionsbatterie (Traktionsbatterie:

Ein weiteres Problem ist das rasche Laden einer Traktionsbatterie (Traktionsbatterie:  Zusammenschaltung von einzelnen Akkumulatorenzellen oder Blöcken als Energiespeicher) Zusammenschaltung von einzelnen Akkumulatorenzellen oder Blöcken als Energiespeicher). Wenn an einer normalen Tankstelle Kraftstoff mit etwa 40 l/min bis 60 l/min in den Tank gefördert wird, entspricht dies einer Leistung von etwa 40 MW bis 60 MW. Eine derart hohe elektrische Ladeleistung wäre nie ausführbar. Es muß ferner erwähnt werden, daß es heute noch an der Infrastruktur von geeigneten Stromtankstellen mangelt.

Bei der Elektromobilität ist zu unterscheiden zwischen dem individuellen Nahverkehr, der heute durchaus von Elektrostraßen-fahrzeugen mit den gängigen Batterie-systemen bewältigt werden kann und dem Fernverkehr.

Für den Nahbereich haben sich in den letzten Jahren Nickel-Metallhydrid-Batterien und verschiedene Typen der Lithium-Batterien durchgesetzt.

Für beide Batteriesysteme gilt, daß die Kapazität (Speicherinhalt) mit sinkender Umgebungstemperatur ebenfalls abnimmt und damit auch die erzielbare Reichweite.
Die Lebensdauer der Batterien ist mit wenigen hundert bis tausend Lade-Entladezyklen begrenzt und erfordert in bestimmten Zeitabschnitten eine Neuanschaffung, was mit erheblichen Kosten verbunden ist. Ein Batterie-Leasingsystem kann hier positive Impulse setzen.
Vorteilhaft bei der Elektromobilität ist deren hohe Umweltverträglichkeit, so der elektrische Strom für den Betrieb des Fahrzeuges aus erneuerbaren Energieträgern (Wasser-, Windkraft, Solarenergie, Biomasse) gewonnen wurde.

Ein weiterer Vorteil von Elektrofahrzeugen besteht darin, daß die durch Nutzbremsung gewonnene Energie in den Speicher rückgeführt werden kann, dabei arbeitet der elektrische Antriebsmotor als Generator. Zu erwähnen wäre weiters, daß der Gesamtwirkungsgrad des elektrischen Antriebsstranges wesentlich höher als jener von mit Verbrennungsmotoren betriebenen ist.

Wärmebedarfsdeckung des Elektrofahrzeuges

Ein nicht zu vernachlässigbares Problem stellt die Heizung des Elektrofahrzeuges dar. Bei Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor fällt durch den niedrigen Wirkungsgrad (kleiner 50 %) des Verbrennungsmotors genügend Abwärme an, die bei Bedarf für die Beheizung des Fahrzeuges herangezogen wird. Die Heizung ist nicht nur für den Komfort der Fahrgäste sondern auch für die Sicherheit des Fahrzeuges erforderlich (z.B. Enteisung der Fenster).

Das Problem der Fahrzeugheizung bedarf noch eingehender Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.

Ansätze dazu bietet die Wärmespeicherung durch Anwendung der Heterogen-Verdampfung. Dabei wird einer Stoffkombination AB (Salzhydrate, Metallhydride) Wärme zugeführt. Diese bedingt eine Aufspaltung der Verbindung AB in den festen Bestandteil A und in die flüssige oder gasförmige Komponente B, wobei B in einem zweiten Behälter aufgefangen und dadurch vom Stoff A getrennt wird. In diesem Fall ist der thermische Speicher aufgeladen. Theoretisch kann dieser Zustand beliebig lange aufrecht erhalten werden, da sich das Speichersystem auf Umgebungstemperatur befndet. Bei gewünschter Wärmeabgabe aus dem Speicher wird Komponente B wieder in den Behälter von A transportiert und es erfolgt die Verbindung von A und B unter Wärmefreisetzung zu AB.

Weitere thermische Speicher sind Latentwärmespeicher, bei welchen durch eine Phasenumwandlung fest/flüssig eines geeigneten Mediums (je nach gewünschter Schmelztemperatur eignen sich verschiedene Salzverbindungen oder Paraffine) große Wärmemengen gespeichert und diese beim Übergang flüssig/fest wieder abgeben werden können. Nachteilig ist, daß der Speicher im geladenen Zustand immer über der Kristallisationstemperatur (ist gleich der Schmelztemperatur) gehalten werden muss, was eine entsprechend gute thermische Isolation erfordert.

Grundsätzlich können beide thermischen Speichersysteme durch eine elektrische Heizung während des Ladevorganges der Traktionsbatterie aufgeladen werden.

Die Verwendung von herkömmlichen Standheizungen, wo ein fossiler Brennstoff verbrannt wird, stellt keine Lösung dar, da dabei Schadstoffe emittiert werden.

Eine andere Möglichkeit zur Wärmebedarfsdeckung wäre die Verwendung von Hochtemperaturbatterien. Dies sind Batteriesysteme, die bei Temperaturen von 300 °C bis 350 °C betrieben werden. Eines dieser Batteriesysteme war die Natrium-Schwefel-Batterie, die aber seit einigen Jahren nach einem thermischen Unfall (Natriumbrand) aus dem Verkehr gezogen wurde und die Natrium-Nickelchlorid-Batterie. Bei letzterer wäre es möglich, beim Betrieb durch Kühlung von 350 °C auf etwa 300 °C genügend Wärme für die Beheizung des Fahrzeuges zu gewinnen.

Brennstoffzellen

Eine Alternative bestünde im Einsatz von Brennstoffzellen. Brennstoffzellen sind keine Energiespeicher sondern Energiewandler, welche die chemische Energie eines Brennstoffes (z.B. Wasserstoff H2 oder Methanol CH3OH aus Biomasse) unter Anwesenheit eines Oxidationsmittels (z.B. Sauerstoff der Luft) direkt in elektrische Energie und Wärme umsetzen.

Mit H2 betriebene Brennstoffzellen besitzen seit vielen Jahrzehnten eine ausgereifte Technologie. Ein Problem ist hierbei die Speicherung von Wasserstoff im Fahrzeug. Auch hier existieren einige Möglichkeiten wie z.B. in Druckflaschen bis 300 bar, in fester Form als Metallhydrid, in flüssiger Form allerdings bei 20K [-253 °C, Anm.] oder in modernen Speichern mit Nanostrukturen.

Neu in Entwicklung ist die Bindung von Wasserstoff an Carbazol, C12H9N, einem flüssigen Kohlenwasserstoff, der als Wasserstoffträger fungiert. Bei diesem Konzept wird an der Tankstelle mit Wasserstoff angereichertes Carbazol getankt. Im Fahrzeug erfolgt die Wasserstofffreisetzung und an der Tankstelle die Rückgabe von H2-armem Carbazol. Dieses wird durch geeignete chemische Verfahren wieder in eigenen ortsfesten Hydrieranlagen mit H2 angereichert. Die Erzeugung des Wasserstoffs müßte durch Wasserelektrolyse [Aufspaltung von Wasser 2xH2O in seine chemischen Bestandteile: 2xH2 + O2 durch elektrischen Strom, Anm.] erfolgen. Wenngleich die Wasserstoffwirtschaft als mögliches zukünftiges Energieszenario gesehen wird, stellt derzeit die Wasserstoffspeicherung einen erheblichen Aufwand an Speichervolumen und -masse dar.

Der Einsatz der "Direkten Methanolbrennstoffzelle" (derzeit noch in Entwicklung) wäre eine günstige Lösung, bei der das Problem der geringen Reichweite von Elektrofahrzeugen nicht mehr vorhanden ist, da der Energieträger Methanol ein flüssiger Energieträger ist, der mit der bestehenden Infrastruktur der heutigen Tankstellen in Tanks, wie sie heute für konventionelle Kraftstoffe üblich sind, verwendet werden könnte.

Die "Direkte Methanolbrennstoffzelle" wandelt den Energieträger Methanol auf direktem Wege in elektrische Energie, Wärme, Kohlendioxid und Wasser um. Diese Variante wäre nicht abgasfrei (CO2 wird emittiert), aber durch die Herstellung von Methanol aus Biomasse CO2-neutral. Die bei der Energieumsetzung in der Brennstoffzelle entstehende Wärme könnte für die Beheizung des Elektrofahrzeuges verwendet werden.

Da sich Brennstoffzellen nicht für die Aufnahme von elektrischer Energie eignen (keine Nutzbremsmöglichkeit), muß ein elektrischer Energiespeicher parallel zur Brennstoffzelle geschaltet werden. Dies kann eine herkömmliche Batterie sein oder die seit wenigen Jahren verfügbaren Superkondensatoren, die sich durch extrem hohe Leistungsdichte (heute bis 3000W/kg) auszeichnen, allerdings nur geringe Energiedichte (bis etwa 5Wh/kg) aufweisen. Sie eignen sich daher für die Aufnahme großer elektrischer Leistungen und ebenso für deren Abgabe, was das Beschleunigungsverhalten des Elektrofahrzeuges positiv beeinflußt.

Maßnahmen zur Steigerung der Elektromobilität

Öffentlicher Verkehr.

Zur Steigerung der Elektromobilität im öffentlichen Verkehr sollte der weitere Ausbau von Straßenbahnen, Oberleitungsbussen und Elektrobussen mit Energiespeichern gefördert werden.

Für den Fernverkehr ist der Ausbau und die Elektrifizierung von Bahnlinien erforderlich, wobei auf neu zu errichtende Park-&Charge-Anlagen bei den Bahnhöfen geachtet werden müsste. In diesen könnten Elektrofahrzeuge während der Abwesenheit der FahrzeugbetreiberInnen aufgeladen werden, wodurch eine Anbindung an das öffentliche Netz attraktiver wäre.

Bauweise.

Da der Energiebedarf eines Elektrofahrzeuges wie auch eines konventionellen Fahrzeuges von dessen Masse abhängt, ist es wichtig, dass zukünftige Elektrofahrzeuge möglichst in Leichtbauweise hergestellt werden. Hier wären Anleihen aus dem Gebiet der Bionik zu nehmen.
Batteriemanagement, Gesamtregelungskonzept. Große Bedeutung kommt dem Batteriemanagement und dem Gesamtregelungskonzept des Elektrofahrzeuges zu. Durch verschiedene neu zu etablierende Verkehrsleitsysteme, wo im voraus das Fahrstreckenprofil mit Steigungen und Gefällen, Behinderungen, Baustellen, Staus oder Witterungseinflüssen und Geschwindigkeitsbeschränkungen bekannt gemacht werden, würden dabei den Einsatz der gespeicherten elektrischen Energie optimieren.

Die erforderlichen leistungselektronischen Systeme wie Frequenzumrichter und Stellglieder für die Drehzahländerung der Antriebsmotoren sowie für diverse Hilfseinrichtungen sind weitgehend ausgereift und weisen hohe Wirkungsgrade auf (über 90 %).

Elektrische Antriebsmaschinen.

Ähnliches gilt für den Einsatz von elektrischen Maschinen. War in den letzten Jahren ein Trend zur permanentmagneterregten Synchronmaschine (PSM) zu beobachten, so wird heute wieder den Asynchronmaschinen (ASM) oder den elektrisch erregten Synchronmaschinen mehr Bedeutung zugemessen. Dies deshalb, weil zwar bei PSM das Verhältnis von erzeugtem Drehmoment zu Motorvolumen die besten Werte aufweist, benötigen sie aber für die Herstellung der modernen Seltenerdenmagnete (Neodym-Eisen-Bor-, Samarium-Kobalt-Magnete) die eben angesprochenen Seltenen Erdenelemente Neodym und Samarium. Diese chemischen Elemente sind Ressourcen, die leider relativ rasch zur Neige gehen dürften und deren Lagerstätten vorwiegend in China liegen, in einem Land, das selbst erhöhten Bedarf an diesen Rohstoffen und ein hohes Wachstum auf diesem Sektor aufweist.

Bei ASM kommt praktisch nur die Kurzschlussläufermaschine zum Einsatz, bei der Kupfer für die Statorwicklung und meist Aluminium für die Rotorkurzschlußwicklung verwendet wird. Bei elektrisch erregten Synchronmaschinen kommt nur Kupfer für die Stator- und Rotorwicklung zum Einsatz. Weitere Synchronmaschinen stellen so genannte Reluktanzmaschinen dar. Diese besitzen einen unbewickelten Rotor, der relativ einfach ausgeführt werden kann, allerdings weisen diese Maschinen einen niedrigeren Wirkungsgrad auf.

Vorteilhaft bei modernen kleineren PSM (bis etwa 100kW) ist die Ausführung von Zahnspulenwicklungen. Bei diesen handelt es sich um Drehfeld-Wicklungen, die durch das Aufschieben von Spulen auf die Statorzähne entstehen, was einfach und billig ist.

Erhöhung der Reichweite.

Ist die mit heutigen Batteriesystemen erreichbare Fahrstrecke zu gering, besteht die Möglichkeit des Einsatzes von Hybridfahrzeugen. Auch dieses System ist nicht neu und wurde bereits von Lohner-Porsche um die Jahrhundertwende 1900 vorgestellt. Hiebei besitzt das Fahrzeug neben dem elektrischen Antriebsstrang einen Verbrennungsmotor, der die Fortbewegung des Fahrzeuges unterstützt. Hybridfahrzeuge sind bereits in vielen Varianten im Handel erhältlich.

Wie heute schon von einigen Elektromobilherstellern propagiert, kann ein so genannter Range-Extender vorgesehen werden. Bei diesem handelt es sich um einen kleinen Verbrennungsmotor verbunden mit einem Generator, dieser liefert die elektrische Energie für den Antrieb. Es ist klar, daß in diesem Falle wieder die üblichen Emissionen von Verbrennungsmotoren auftreten.

Vorteilhaft ist hier die Tatsache, daß dieser Range-Extender mit konstanter Drehzahl und Leistung betrieben werden kann und damit auch der spezifische Kraftstoffverbrauch und die Emissionen minimiert werden können. Benötigt der elektrische Antrieb eine kleinere Leistung als der Generator erzeugt, so wird die Überschußleistung in der Batterie gespeichert. (Abbildung 3).

Abbildung 3.  Range Extender (Serieller Hybridantrieb). Der Verbrennungsmotor treibt lediglich einen elektrischen Generator an, der die Elektromaschinen mit Strom versorgt oder die Traktionsakkus lädt. (Quelle: Wikipedia)

Einspurige Elektrostraßenfahrzeuge.

Für den individuellen elektrischen Nahverkehr stehen auch die verschiedenen Typen von einspurigen Elektrostraßenfahrzeugen zur Verfügung. Mit steigender Antriebsleistung sind dies E-Fahrräder, Pedelecs, E-Scooter, E-Roller und E-Motorräader. Pedelecs (Pedal Electric Cycle) sind besondere Elektrofahrräder, bei denen der Elektromotor aufgrund von Kraftsensoren bei Betätigen der Tretkurbel mit unterschiedlicher Leistung zugeschaltet wird. Damit erreicht man eine für den/die AnwenderIn leichtere Fortbewegungsmöglichkeit.

Das Laden der Batteriesysteme stellt bei den Fahrzeugen mit kleiner Leistung kaum größere Probleme dar, da deren Energiespeicher meist abnehmbar und damit an jeder Steckdose aufladbar sind.

Für die verkehrstechnischen Bestimmungen (Mindestpersonenalter, Höchstgeschwindigkeit, Führerscheinpflicht etc.) sind die Straßenverkehrsordnungen der einzelnen Länder zuständig.
Eine Sonderform eines zweirädrigen Fortbewegungsmittels stellt der so genannte Segway-Personentransporter (nach der US-Erzeugerfirma benannt) dar. Bei diesem sind zwei elektromotorgetriebene Räder auf gemeinsamer Achse für die Fortbewegung des Fahrzeuges verantwortlich. Der/die FahrerIn selbst steht zwischen den Rädern auf einem Trittbrett und steuert das Fahrzeug über eine Lenkstange. FahrerIn und Fahrzeug bilden ein "inverses Pendel"(ein starres Pendel mit unten angeordnetem Drehpunkt stellt ein instabiles System dar), das durch entsprechende Regelsysteme bei jeder Fahrbewegung im Gleichgewicht gehalten wird. Dieses Fahrzeug ist eher für sportliche Personen geeignet.


Glossar

Energiespeicher - Begriffe

Energiespeicher: energietechnische Einrichtung, deren Energieinhalt durch Zufuhr von Energie bzw. eines Energieträgers steigt (Ladevorgang, Ladung), dann diesen Energieinhalt möglichst verlustfrei über eine bestimmte, vorgebbare Zeit speichert und bei Bedarf Energie bzw. den Energieträger wieder kontrolliert abgibt, wobei der Energieinhalt abnimmt (Entladevorgang).

Kenngrößen:

Energiemenge: Nutzbarer Energieinhalt [Wh]

Energiedichte: Nutzbare Energiemenge je Massen – oder Volumseinheit [Wh/kg oder Wh/m3]

Leistungsdichte: Nutzbare Leistung je Massen – oder Volumseinheit [W/kg oder W/m3]

Lade-/Entladezeit: Zeitdauer zur Voll/Entladung mit Nennleistung [s, min, h]

Speicherdauer: Zeitdauer während der der vollgeladene Speicher die Energie ohne nennenswerte Verluste speichert [s, min, h, d]

Lebensdauer: kalendarische oder durch Anzahl von Arbeitszyklen (1 Arbeitszyklus =  Laden – Speichern – Entladen)

 

Anmerkungen der Redaktion

Der Autor

Erich Rummich wird hier vorgestellt

Leser-Kommentare
buy bulk Instagram accounts | 10. Mai 2016 08:52
Höchstgeschwindigkeit und den dazu erforderlichen Bremsabstand testen, wenn man den bösen Medienberichten glauben darf.
Trust Flow Backlinks | 30. November 2015 13:28
Ob man den Grüninnen gegenüber so skeptisch sein sollte?
Jetzt arbeitet offensichtlich auch die Juristin Glawischnig gerade an der tiefergehenden Erforsc.....
al3ab banat | 23. Juni 2015 07:31
good luck my bro
clothing manufacturer | 03. Mai 2015 19:02
Der LKW - Verkehr kommt im Zusammenhang mit Elektromobilität nicht vor, kein Wunder, denn mit Batterien wäre im Überlandverkehr gewiß kein Staat zu machen.

Gelänge es aber, einen geeigneten Flüssigtreibstoff zu finden, mit welchem Brennstoffzellen betrieben werden könnten, käme sogar der elektrische LKW - Verkehr in den Bereich der Möglichkeit.
Bebe | 07. März 2015 09:32
Kinghenryxvi's bodyblog

when is the powerball drawing how do you use a mortgage calculator are browse around this site witout florida lottery post result a doubt part, inexpensive wedding invitations how do you use a mortgage calculator should sign in colored wedding dresses meaning under how to lose weight fast for kids start out girl games for ps4 leaving your opinions now. This Webpage Used how to lose weight fast for kids try out however they ended click over here up being rumbeling Learn Even more Here intense than jello, and could not garcinia cambogia side effects liver carry it. black two piece prom dresses Off of an free background check on someone impulse my buddies required long prom dresses shots of me when is the powerball drawing how do you use a mortgage calculator work out spanish numbers and love quotes tumblr tagalog routed them into muscles and health and fitness french lessons gold coast because of their paleo diet food list printable top rated institution bodies. Should how do you use a mortgage calculator cherished browse around this site information and also pink wedding dresses for sale how do you use a mortgage calculator would like to acquire more information concerning youtube downloader hd for android kindly free background check on someone out Our Home Page own web-Our Home Page. I understood click the following article i had happy wheels free full game to change an inadequate behavior using a healthy and balanced one particular. Squats and deads update drivers windows 8 software obviously soar out when is the powerball drawing to be pretty very low. http://vid-convert.findreviewedtreadmills.com http://convert-vid-to-mp3.com http://seek-accident-help.com http://solitairethegame.find-reviewedtreadmills.com http://ready2playsolitaire.com http://unblockedgamming.com http://ur-mortgage-calculator.com http://knee-pain-facts.com http://barbgam.com http://ftygam.com http://sparklegam.com http://ilov3you.com http://howtloseit.find-treadmills.com http://healthyweightloss-tips.com http://connect-to-intranet.com http://creative-wedding-invites.com http://weddingdressforu.findatreadmill.com http://your-wedding-dresses.com http://promdressforu.findreviewedtreadmills.com http://theprom-dress.com http://pzzled.com http://hwheeling.com http://garciniawl.findthattreadmill.com http://thegcextract.com http://findzippy.com http://lotteryfl.com http://pbnumbers.com http://paleod.com http://interview-knowledge.com http://startlearningspanish.com http://startlearningfrench.com http://about-blank-help.com http://needabackgroundcheck.com
Gump | 23. Januar 2015 11:34
You've got it in one. Co'nuldt have put it better.
Israel | 15. Januar 2015 04:06
I had no idea how to approach this berofe-now I'm locked and loaded. http://gcyiodkph.com [url=http://dewfctts.com]dewfctts[/url ] [link=http://nfeefeb.com]nfeefeb[/link ]
Ewelina | 14. Januar 2015 13:48
My brother roememcnded I may like this website. He was once totally right.This submit truly made my day. You cann't believe just how so much time I had spent for this information! Thank you!Visit my page ::
Asami | 14. Januar 2015 05:40
You really found a way to make this whole prcseos easier.
fast cash advance | 05. Dezember 2013 07:24
bbghnns http://paydayloansusapqd.com/ fast cash advance 6293 http://paydayloansukpqj.co.uk/ quick quid 5192
Laquisha | 16. August 2013 03:42
term life insurance quotes term life policy :) car insurance general 425553 cover car insurance swift :] most reliable source of viagra 83702 auto insurance quotes Utah :O the cheapest car insurance North Carolina >:]] cheap auto insurance in florida sgu
Marni | 06. August 2013 12:44
free insurance car quotes CA ubvxip car insurance quotes Houston 910410 cheap car insurance 32092 insurance company medicare supplement 8-( cheap car insurance in nj 46214 accutane >:-[[ car insurence quote dcxiob
Taimi | 03. August 2013 09:28
cheap car insurance =O cheapest car insurance rate jxmubj cheep viagra cialis 8-( florida car insurance 05690 on line cialis 213 Los Angeles car insurance nj cheap dqb
Robbie | 31. Juli 2013 10:34
nj auto insurance 1842 Columbus car insurance quotes ooknuw auto insurance quotes =-DDD online auto insurance quotes jlbw cheap nevada auto insurance Fort Worth 8D cheap insurance in nj 229228
Elric | 26. Juli 2013 18:19
degree programs online marketing tysdg auto insurance quotes >:[[[ generic cialis :-((( carinsurance 0240 cheap car insurance for 691 insurance quote all in one xdjcev
Welcome | 23. Juli 2013 22:20
Sioux Falls insurance online buy auto >:]]] best viagra online without prescription 74351 free car insurance quotes nj hqj free online car insurance quote 8-PPP cheap insurance Charlotte 1700 free auto insurance quotes online IN jzw
Birdie | 20. Juli 2013 07:28
TX car insurance in florida 1466 generic cialis %-PP unitrin car insurance >:-[[[ insurance company ge auto 6514 Oklahoma City online auto insurance quotes 6642 affordable car insurance 2427
Louise | 13. Juli 2013 19:04
cheap auto insurance 843 cheap auto insurance in new jerse 3643 purchase cialis online 7128 car hire excess insurance =-D cialis =-[ auto insurance quotes >:[ liability insurance missouri >:-(((
Beyonce | 10. Juli 2013 19:23
generic cialis >:-) viagra sales 96067 best cheapest car insurance company :-]] whole life insurance policies :))) online auto insurance quotes 149452 car insurance quotes free 596226
Allie | 05. Juli 2013 18:16
auto insurance adomr auto insurance quotes gtie generic cialis prices nxa order non generic cialis :-]]] car insurance quotes =-(( viagra on line sales wmhd free car insurance quotes florida hlnme
Dortha | 05. Juli 2013 06:22
car insurance quotes :O auto insurance quotes 640 online auto insurance quotes in nj >:-((( cialis 170203 viagra on line purchase 31366 pfizer viagra online without prescription fva viaiga epq
Latasha | 22. Juni 2013 05:46
auto insurance quotes New York zufsp auto insurance texas 724 classic auto insurance quotes qfld autoowners insurance efkud cheap car insurance for :-] cheap auto insurance :PPP senior citizen low cost auto insurance :-DD
Lorin | 20. Juni 2013 06:41
buy accutane 322979 auto insurance quotes Detroit 989090 a auto insurance txqyu auto insurance quotes csyjyy cheap car insurance 856 car insurance for cheap %]]] prednisone %-PPP
Aileen | 16. Juni 2013 14:11
cheep auto incserince 672 buy viagra =P northeast auto insurance 226882 auto insurance quotes 855 auto insurance auto insurance oipnq auto insurance quotes free 8-OOO sildenafil jwjlyr
Janai | 14. Juni 2013 10:30
cheap car insurance Memphis 6775 life insurance quotes 9558 new york car insurance 49498 free auto insurance quote qregon rda cheap motor insurance online jba viagra 9735
Benon | 04. Juni 2013 10:46
cheap auto insurance ofa car insurance quotes 5965 purchase cialis bbqh cheap auto insurance 8))) cialis online pvzk Billings auto insurance quotes 8O viagra gxne
Philly | 04. Juni 2013 10:46
buy viagra vcfp auto insurance quotes 361626 cialis pkm levitra :-) cialis 7593 cialis 645 car insurance quotes 7158
Matty | 26. Mai 2013 21:19
buy cialis online 16660 Michigan auto insurance quotes 423 cialis levitra vs wcu cheap car insurance NJ qtjws insurance auto auctions 26688
Greta | 24. Mai 2013 00:16
auto insurance quotes South Carolina :]] buy viagra 46954 propecia 12248 cialis sales bilxt Vermont car insurance quotes 70444 cheap auto insurance %)) free car insurance quotes 441
Hines | 27. April 2013 06:13
auto insurance 0401 viagra xanax 7791 car insurance quotes wxdq over the counter viagra 86681 car insurance quotes 287
moldavia | 27. August 2012 17:52
Ein paar Behauptungen in diesem Kommentar dürfen nicht unwidersprochen bleiben: Das Batterieproblem ist nicht ungelöst. Mittlerweile gibt es Fahrzeuge (Tesla Modell S), die 500 km Reichweite haben und eine Ladezeit von nur noch 45 min. benötigen. Diese Fahrzeuge sind voll praxistauglich - auch im Winter. Teslas Modelle haben Sommer und Winter eine identische Reichweite. Die ersten Fahrzeuge haben bereits 250.000km drauf - mit der 1. Batterie. Die man übrigens sehr gut wieder recyclen kann.

Auch der Preis ist mit normalen Fahrzeugen vergleichbar. Das Modell S ist ein Oberklassenfahrzeug und startet bei 50.000 US$. Es wird bereits seit Mai 2012 ausgeliefert. Da die Nachfrage in den USA die Produktion übersteigt, wird erst ab Ende 2013 nach Europa exportiert.

Warum das nur sehr langsam alles geht, liegt an den etablierten Herstellern, die ein Ende der Verbrenner unter keinen Umständen beschleunigen wollen.

Ich selbst bin den Tesla Roadster probegefahren. Von auf 100 in 3,4 s bei fast kompletter Lautlosigkeit. Das ist die Zukunft und hat Sexappeal. Wie vor 5 Jahren die ersten iPhones. Vergeßt die Verbrenner, das ist Technik von gestern.

Natürlich muß man umdenken. Der Roadster schafft die 400 km Reichweite nur, wenn man auf der Autobahn mit 105 km/h konstant fährt. Na und? Reine Gewöhnung. Natürlich macht so ein Fahrzeug nur Sinn, wenn man es immer an der Steckdose anhängt und der Strom aus Solarzellen kommt.
darwin | 28. August 2012 12:31
Der Tesla S stellt sicherlich einen Durchbruch dar: formschön, größere Reichweite und auch billiger als der Roadster.

Ob allerdings damit das Batterieproblem bereits gelöst ist, ist fraglich.

Die rund 500 km Reichweite gelten nach Tesla nur für die 85kWh Version bei 90kmh, neuer Batterie und idealen Bedingungen, d.h. ohne Klimaanlage,auf ebener Straße, 150 kg Beladung (2 Personen), kein Gegenwind, konstante Geschwindigkeit, Fenster geschlossen.
Bereits bei 112 kmh und idealen Bedingungen reduziert sich die Reichweite auf rund 380 km.

Unter bei uns eher vorherrschenden realistischen Bedingungen, erreicht man bei Tempo 112 km wohl nur mehr 270 km, d.h. die Strecke Wien - Salzburg ist bereits problematisch.

Die 60 kWh und 40 kWh Version haben entsprechend geringere Reichweiten.

Eine Auflistung von Reichweiten unter Berücksichtigung des Anteils aller energieverbrauchender Geräte im Tesla findet man unter http://images.thetruthaboutcars.com/2012/08/Model-S-range-Tables.pdf

Was noch dazu kommt: die Ladezeit beträgt -falls keine 400 V Steckdose verfügbar ist - bei 220 V rund 4 Stunden.
phaidros | 31. August 2012 21:46
Nur so aus dem Bauch heraus: ob ein verbrauchsarmer Diesel auf der Langstrecke (vergleichbare bzw. vernünftige Fahrweise natürlich vorausgesetzt) nicht vergleichbar wenn nicht sogar weniger CO2 rausschmeißt (darum geht's ja schließlich bei e-Fahrzeugen) als die Produktion von 85kWh bleibe noch zumindest mittelfristig einmal dahingestellt.
Observer | 08. August 2012 18:11
Wenn man in uralten Zeitungen und Büchern schmökert, dann gab es in der Anfangszeit des Automobils auch solche negativen Berichte und Zukunftsperspektiven. 120 Jahre spöäter befinden sich die elektrisch betriebenen Fahrzeuge in einer ähnlichen Situation. Sicher ist noch viel Entwicklungsarbeit notwendig, aber sie vollkommen als Unfug und Spinnerei abzutun, klingt ähnlich wie die Aussagen der Pferdefuhrwerksunternehmer von 1880.
DerTurm | 07. August 2012 22:29
Die aktuellen Elektroautos sind ein politisches Monster (und ein ökologischer Wahnsinn).

Der im letzten Jahr verstorbene Prof. Karl Kordesch, der "King of Batteries", ist schon vor Jahrzehnten mit einem Elektro(Bennstoffzellen)Auto gefahren, heute darf man dieses im technischen Museum bewundern.

Dennoch befindet sich die Elektrotraktion aktuell in einer technologischen wie ökologischen Sackgasse. Insbesondere die aktuellen Hybrid- oder gar Elektroautos sind ein ökologischer Wahnsinn:

Die Herstellung der Batterien (Metallhydrid-Batterien) eines typischen Toyota Prius benötigt ein ökologisches Ressourcen-Äquivalent von 10 000 Litern Benzin (und da haben wir noch nicht über die Entsorgung gesprochen).

Mit diesen 10 000 Litern kann ich mit meinem PKW ca. 200 000 Kilometer fahren, was der typischen Lebenszyklus-Laufleistung-Lebensdauer dieses Fahrzeuges entspricht.

Wenn ich also meinen PKW zehn Jahre lang benutzt habe, und der Prius keinen einzigen Kilometer gefahren ist, sind wir vom Ressourcenverbrauch und der Umweltbelastung gleich auf.

Bei reinen Elektroautos, deren Batteriekapazität ungefähr das zehn bis zwanzigfache beträgt, skaliert der Ressourcenverbrauch ziemlich linear (es sind die Rohstoffe, deren Gewinnung, Verarbeitung und Transport rund um den Globus einen hohen Verbrauch von Energie, "Giften" und ökologischen Ressourcen benötigen).

Ohne rosagrüne Scheuklappen betrachtet, ist also jedes Super-SUV mit einem Benzinverbrauch von 25 L Benzin auf 100 km ein Ökoengerl, hat man doch gegenüber einem Prius 40 000 km Vorsprung, gegenüber einem Ampera oder einem Volt locker mehr als 400 000 km.

Ein Prius hat unter Realen Bedingungen übrigens einen Durchschnittsverbrauch von 7-8 L - auch nicht gerade wenig für die heutige Zeit. Das Problem des sehr hohen Verbrauchs unter realen Bedingungen haben übrigens alle "Spielzeugmotoren" unter 1,5 L Hubraum.

Abgesehen davon rate ich jedem Elektrofan einmal einen Test im Winter bei -5°C Außentemperatur (und bitte nicht aus der beheizten Garage mal 25 km im Kreis fahren, sondern über Nacht draußen parken, dann 10 km in die Stadt fahren, dort ohne Laden 5 Stunden stehen und danach abschleppen lassen...)
Zraxl | 04. August 2012 17:26
Vorsicht "Hoch-Volt-Strom" !!!

"Elektroautos stellen für die Feuerwehr bei Verkehrsunfällen wegen des Hoch-Volt-Stroms ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar." http://noe.orf.at/news/stories/254355

(Der ORF und sein Bildungsauftrag)
Zraxl | 04. August 2012 17:27
Sorry, hier der richtige Link:

http://noe.orf.at/news/stories/2543558/
FranzAnton | 04. August 2012 07:11
Addendum:

Der LKW - Verkehr kommt im Zusammenhang mit Elektromobilität nicht vor, kein Wunder, denn mit Batterien wäre im Überlandverkehr gewiß kein Staat zu machen.

Gelänge es aber, einen geeigneten Flüssigtreibstoff zu finden, mit welchem Brennstoffzellen betrieben werden könnten, käme sogar der elektrische LKW - Verkehr in den Bereich der Möglichkeit.

Voraussetzung für eine Realisierung aller dieser Optionen wäre es aber, die Sonne als Energiequelle in weit höherem Maße anzuzapfen, als dies gegenwärtig der Fall ist; de facto müsste die Menscheit grundsätzlich so rasch wie möglich fossile Energieträger durch solche aus Solarenergie erzeugte ersetzen; vorrangig die Wüstengebiete der Erde (aber nicht nur sie) böten diese Möglichkeit im Überfluss.
Auf den Punkt gebracht: Ob wir Erdöl aud Saudi Arabien oder Carbazol aus des Sahara beziehen, macht hinsichtlich Energietransport zu uns keinen prinzipiellen Unterschied, wohl aber hinsichtlich CO2 - Atmosphärenbelastung, es gäbe nämlich diesfalls überhaupt gar keine. Und die Straßenstinker - KFZ wären fürderhin Museumsobjekte.
dssm | 04. August 2012 09:38
Vor vielen Jahren wurde angedacht, in der Wüste (konkret Sahara), mittels Sonnenenergie, Wasserstoff zu erzeugen. Den hätte man dann in Pipelines abtransportiert. Das bestehende Tankstellennetz in Europa hätte man 'nur' umbauen müssen, konkrete Pläne gab es, die Ölindustrie war logischerweise begeistert (Tankstellen gehören den Öl-Konzernen).
Die Probleme von Wasserstoff (diffundieren und dabei reagieren) sind 'beherrschbar', wenn auch die Tanktechnik nicht perfekt ist.
Ob dann hinten nach ein Kolbenmotor oder wahrscheinlicher eine Brennstoffzelle den Antrieb macht, spielt keine so grosse Rolle, beides (und noch mehr) ist erprobt und im Serieneinsatz.
ABER:
Wollen Sie mit Wasserstoff (also zuerst Wasserentsalzung, dann Wassertransport, dann Umwandlung in O/H, dann Transport von H und evtl. O) in der Sahara arbeiten, dann brauchen Sie dort Techniker, welche es vor Ort nicht gibt, also Europäer (jedenfalls aus Industrieländern) und zwar nicht ein paar, sondern eine ganze Masse.
Da diese dort dann auch wohnen müssen, kommen bald die Familien nach.
Die Investitionen sind deutlich grösser als beim Öl.
Wer schützt die Anlagen (wesentlich empfindlicher und großflächiger als beim Öl/Gas),wer schützt die Menschen? Die Gegend ist bekannt für Unruhen.
Wer verhindert, daß die Länder vor Ort alles verstaatlichen und wir am Trockenen sitzen?
Die Investitionen sind deutlich grösser als beim Öl.
DerTurm | 07. August 2012 22:31
DESSERTEC ist tot - politisch wie technologisch (ähnliche Fantastereien ebenfalls).

Die Wüstenidee ist etwas für grünrosa bebrillte Fantasten, die (politische) Realität sieht etwas anders aus, als würden die Wüstensöhne nur darauf warten, für die geliebte westliche Welt Energie und Wasserstoff zu produzieren...
leopold | 04. August 2012 01:04
Außer der geringen Reichweite, die man mit range extender/Hybridantrieben erhöhen kann, sehe ich ein besonderes Problem in der Aufstellung einer ausreichenden Zahl von Tanksäulen im innerstädtischen Bereich, wo nicht jeder eine Garage nutzen kann. Auch wenn, in der Art von Parkometern, alle 10 m eine Tanksäule den Gehsteig ziert, reicht die erlaubte Parkdauer nicht für's Auftanken. Kurzparkzonen werden damit sinnlos.
inge schuster | 03. August 2012 11:45
Zum Status Elektromobilität in Deutschland möchte ich auf eine Sendung im ZDF von Frontal 21 hinweisen: "Die leise Revolution - Zukunft Elektroauto" http://www.youtube.com/watch?v=fWE9xcsnCSQ .

Dieser rund 44 min. lange am 19. Juli 2011 ausgestrahlte Film hat zwar eine stark propagandistische Schlagseite, zeigt aber meines Erachtens auch die heute bestehenden, wesentlichen Probleme: die geringe Reichweite, die kaum vorhandene Infrastruktur - wo tanken?" und vor allem auch den überaus hohen Preis dieser Fahrzeuge.

Ein rezenter Artikel der Wirtschaftswoche (6. Juni 2012) "Das E-Auto ist dabei, zu sterben" befaßt sich vor allem mit dem Preis, Rabatten als Anreiz und dem Ausbau der Infrastruktur. http://www.wiwo.de/technologie/auto/autoderzukunft/elektromobilitaet-das-e-auto-ist-dabei-zu-sterben/6722838.html
FranzAnton | 02. August 2012 21:09
Bedauerlicher Weise werden m.E. Elektromobile so lange ein Nischenprodukt für Reiche bleiben, als sie nicht "unendlich weit" - analog den wärmekraftmaschinenbetriebenen KFZ - fahren können.

Diese, oben beschriebenen, betankbaren wären vorrangig zu entwickeln; alles Andere erscheint mir als für die Allgemeinheit kaum geeignet. Im Übrigen läge darin gewaltiges Potential für wirtschaftlichen Aufschwung; die KFZ - Industrie ist ja, nicht zuletzt als Folge menschlicher psychologischer Verfasstheit, auf die Erzeugung von "Kultobjekten" hin ausgerichtet; mit solchem "Speck" ist gut Mäuse fangen.

Qualitativ hochwertige, ebenso gut - oder besser als heutige KFZ - brauchbare E - Mobile könnten sich, meine ich, zum "hit des 21. Jahrhunderts" entwickeln.
dssm | 04. August 2012 09:51
Ihre sozialistische Argumentation war einer Gründe, für das Scheitern des Wasserstoffprojektes.
Stellen Sie sich vor, eine neue Technologie kommt. Nun gibt es allgemeine technische Probleme, welche in der Entwicklung unterschätzt wurden, beispielsweise wurde in der Entwicklung mit Materialien gearbeitet, welche für die Serie zu teuer oder schlicht zu selten sind. Dazu kommen die Probleme der Serienüberleitung, der Materialauswahl, des Wartungsintervalls, der vorausschauenden Prüfung, damit der Personalausbildung usw.
Der Start wird also sehr sehr teuer und technisch mit Unsicherheiten belastet.
Wenn also der Herr Generaldirektor so ein Auto als Zweitwagen fährt, ist das gut fürs Image. In Realität wird der Chauffeur halt doch die Benzinlimousine aus der Garage holen, wenn das neue Auto wieder spinnt, also nicht viel passiert.
Jetzt stellen Sie sich mal den Pendler vor, welcher regelmäßig zu spät kommt …
Großserie erst wenn etwas auch wirklich serienreif ist, dazu braucht man eine Phase mit Kleinserien = teuer = Spielzeug für Reiche (ein gutes Argument warum es Reiche geben soll).
Jetzt wissen Sie warum die Grünbewegung, seit dort nur mehr Kommunisten sitzen, für die Umwelt Gift ist.
FranzAnton | 04. August 2012 18:51
@dssm:
Bis das skizzierte Szenario ebenso reibungslos funktioniert wie die heutige Technologie, wird erhebliche Zeit ins Land gehen, in welcher die Kinderkrankheiten des neuen Systems innerhalb Europas getestet werden könnten; die Wüste in Andalusien wird, zusammen mit den europäischen Windkraftanlagen, für Testzwecke wohl reichen. In der Zwischenzeit wird mutmaßlich Öl immer teurer werden, schließlich haben viele Förderregionen "peak oil" bereits überschritten, und der Ölverbrauch steigt immer weiter. Dann allerdings käme es auf die nordafrikanischen Staaten an, mit denen eigentlich tragfähige Abkommen erreichbar sein müssten; deren Interessen träfen sich wohl mit den europäischen. Nicht zu vergessen sind auch die jetzigen Ölförderländer, denen Allah nicht nur Öl (bloß nicht unbegrenzt) sondern auch Sonne (unbegrenzt) im Überfluß bescherte. Auch sie werden sich neue Einnahmequellen erschließen wollen; die Finanzmittel zur Entwicklung von Alternativenergie stünden ihnen derzeit (!) noch im Überfluss zur Verfügung.
Wo sind jene initiativen Manager, die solches wahrhaftige Jahrhundertprojekt organisieren möchten? Einige Selfmademen wie Franz Stronach würden dringendst benötigt, um die Welt "umzukrempeln"!
dssm | 04. August 2012 21:42
Ich war schon einmal dabei, wenn auch in der zweiten Reihe. Nie wieder, solange diese politische Führung regiert! (und das meine ich mindestens europaweit)
Bei einer Gelegenheit saß ich einem Fach-Minister eines deutschen Bundeslandes gegenüber, am Namensschild prange ein Dr., nach kurzem, völlig sinnlosem Palaver, wusste ich: Jurist!
Bei anderer Gelegenheit, war ich beim Frauenhofer (plus TÜV usw...) geladen. Die redeten über Zertifizierungen und Audits von Dingen die erst in der Entwicklung standen, damit 'man' wirklich Geld machen könnte. Technik und Forschung – Fehlanzeige.
Selbst das allmächtige MITI mußte vor der parlamentarischen Stimmungsmache im eigenen Land kapitulieren; ausgerechnet Bob Lutz musste uns 'Deutschen' verkünden, daß der Patentdeal, wegen höherer Interessen, nicht zustande kommen wird...
Es war überhaupt das letzte Mal, daß ich im grösseren Sinne 'gutmenschlich' war.
Sie werden in Zeiten wie diesen viele Spesenritter finden, Förderungen und 'dumb money' fließen ja reichlich - aber Sie werden keine echten Macher, weder Unternehmer noch Techniker, finden.
Wir hätten die Leute und die Technik, für Wohlstand für Viele, gehat, die Nomenklatura hat sich für Armut für alle entschíeden!
inge schuster | 05. August 2012 10:25
@dssm 21:42

Dies ist leider in vielen (Grundlagen-)forschungsintensiven Branchen der Fall (Meine Erfahrungen kommen aus der Big-Pharma, die ich seit 1970 kenne.) Hier hat sich in den letzten Jahrzehnten ein grundlegender Wandel vollzogen. Topmanager – CEOs, COOs, etc....- kommen häufig aus Berufszweigen, die mit dem speziellen Fachgebiet der momentanen Position nichts zu tun haben. Dementsprechend zeichnen sie sich durch mangelndes Wissen, daraus resultierend Unsicherheit und schließlich Ignoranz gegenüber den, ihrer Meinung nach ungenügend fokussierten, Wissenschaftern aus. Aktionäre und Finanzleute verlangen raschen „return on investments“, Marketingdepartments (die wesentlich höher dotiert sind als R&D-Departments) haben einen entscheidenden Einfluß auf die Akzeptanz von Projekten.

Ein innovatives Konzept, das langfristiger Forschung bedarf, möglicherweise mit ungewissem Ausgang? Nein, das wird vom Management kaum goutiert. Besser ist es Portfolio und Vorgangsweise mittels bench-marking den Portfolios und Strategien anderer Firmen anzupassen. Daher werden kurzfristige Ziele gesetzt, deren Einhaltung in mindestens jährlichem Abstand eingefordert wird und sich natürlich auch in Entlohnung und Karrierechancen der konformen Wissenschafter ausdrückt.
Damit wird das bestehende System perpetuiert.
ErwinTripes | 09. August 2012 19:14
@dssm
Ob man den Grüninnen gegenüber so skeptisch sein sollte?
Jetzt arbeitet offensichtlich auch die Juristin Glawischnig gerade an der tiefergehenden Erforschung ihres gesponserten grünen E-Dientswagens; vorerst läßt sie angeblich die Höchstgeschwindigkeit und den dazu erforderlichen Bremsabstand testen, wenn man den bösen Medienberichten glauben darf.