Warning: Illegal string offset 'portraitimage' in /var/www/lweb50/htdocs/science-blog.at/conf.php on line 67
Zehn erfreuliche Nachrichten

Zehn erfreuliche Nachrichten

Wenn der Herbst einzieht, wenn die Mainstreammedien wieder prinzipiell nur schlechte Dinge Melden, tut es wieder gut, auf die gar nicht so wenigen positiven Entwicklungen hinzuweisen, die es in der Welt gibt.

Im Detail:

  1. Die für weitaus die meisten Europäer positivste Nachricht kommt aus Großbritannien – oder eigentlich Frankreich. Der französische Präsident Macron hat wider alle Bedenken von Museumsdirektoren durchgesetzt, dass der fast 70 Meter lange "Teppich von Bayeux" erstmals in Großbritannien im British Museum zu sehen ist. Dieser fast 1000 Jahre alte Teppich ist jenseits der großen Kathedralen das bedeutendste Kunstwerk des Mittelalters und zeigt in zahlreichen Comic-artigen Sequenzen die für die britische Geschichte so bedeutende Schlacht von Hastings mit der Niederlage der Angelsachsen gegen die Normannen. Das ist nicht nur eine Kultur-Sensation, das ist auch ein gewaltiges Zeichen der Sympathie und Wiederannäherung zwischen zwei großen Nationen, die rund um den Brexit, aber auch die Ärmelkanal-Migration sehr emotional aneinandergeraten waren, die aber durch die gemeinsame Erkenntnis der Bösartigkeit der russischen Aggression einander wieder (einmal) nähergerückt sind. 
  2. Gewiss noch immer zu hoch, aber mit einem Minus von 17 Prozent kann die Zahl der nicht ganz 333.000 Asylanträge in die EU im ersten Halbjahr doch auf die Positivseite geschrieben werden. Es ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren. Vor allem aus Syrien, der Türkei, Kolumbien und der Ukraine sind weniger Asylwerber gekommen. Noch erfreulicher ist, dass die Anträge in Österreich – umgerechnet auf seine Einwohnerzahl – unter dem Schnitt der Anträge in der EU liegen und so tief wie seit zehn Jahren nicht sind.
  3. Deutlich gestiegen ist zugleich die Zahl der – mehr oder weniger – freiwilligen Ausreisen von illegalen Migranten. In Deutschland waren es in diesem Zeitraum rund 9300 Migranten, die dafür staatliche Unterstützung bekommen haben. Freilich sind dort noch immer 60.000 ausreisepflichtige Migranten im Land, die auch keine vorläufige Duldung bekommen haben. 
  4. Österreich hat im gleichen Zeitraum sogar mehr als 8850 Migranten abgeschoben. Und während des Sommers begann eine noch im Gang befindliche Aktion, wo jeder aus Österreich abreisende Migrant 3000 Euro bekommt. Das ist viel Geld, aber damit erspart sich Österreich dennoch viel. Über diese Aktion, die vor allem Syrer in Anspruch nehmen, wird erst im Oktober eine Bilanz vorliegen. 
  5. Wenn die staatlichen Stellen versagen – weil in den USA ein seltsamer Verschwörungstheoretiker die Gesundheitsagenden in der Regierung übernommen hat – ist es umso erfreulicher, dass die Bürger aktiv werden: Alle großen Ärzte-Vereinigungen haben dringende Empfehlungen veröffentlicht, sich angesichts der Jahreszeit impfen zu lassen.
  6. Es ist leider weitgehend untergegangen, aber der Start einer deutschen Weltraumrakete mit fünf Satelliten an Bord ist auch für das Nachbarland Österreich wirtschaftlich wie sicherheitspolitisch ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig hat der große Nachbar erstmals eine ballistische Rakete getestet. Auch das ist irgendwie beruhigend.
  7. Ebenso ermutigend ist – im Grund schon seit ein paar Jahren – das verantwortungsbewusste Verhalten Finnlands, das immer mehr zum Vorbildland wird. Es hat die Finanzierung des  UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA gestoppt, dessen Gelder am Ende oft bei Terroristen gelandet sind. Und es hat mit Israel eine intensive sicherheitstechnische Zusammenarbeit begonnen.
  8. Auch wenn das mittelasiatische Tadschikistan weit weg liegt, so sind die jüngsten Entwicklungen dort doch eine überaus positive Nachricht. Denn sie kommen aus einem zu 90 Prozent islamischen Land. Es hat jetzt unter anderem verboten: islamische Schulen, öffentliche Gebete, Muezzin-Lautsprecherrufe, unregistrierte Moscheen, die Teilnahme junger Bürger an einer Hadsch nach Mekka, arabische Namen für Kinder, islamische Parteien und den Import islamischer Literatur. Das verleiht zunehmend das Gefühl, dass solche Staaten vielleicht eine bessere Überlebenschance für ihre nationale Identität haben als so manche von Migration und Sozialpopulismus zerfressene europäischen Staaten.
  9. Als durchaus positiv ist auch zu vermerken, dass seit einiger Zeit die Aktionen einiger schwarz-rassistischer Sportler heimlich, still und leise ausgelaufen sind, die in Solidarität mit der gewalttätigen Blacklivesmatter-Bewegung und mit einem bei einer Polizeiaktion umgekommenen Kleinkriminellen vor jedem Spiel – ob Fußball, ob Football – wie auch bei der US-Hymne demonstrativ das Knie gebeugt haben. Sie haben damit insbesondere der massiven Reaktion der Zuschauer nachgegeben, die nach den Kniefällen die betreffenden Klubs boykottiert haben – was wiederum den Marktwert der Protestierer in den Keller rasseln ließ. Das war ihnen die linksschwarze Solidarität nun auch wieder nicht wert. Und die Zuschauer haben ihre demokratische Macht erfahren dürfen.
  10. Zumindest mutig und in einer Hinsicht positiv ist auch der Vorstoß der österreichischen Wirtschaftskammerpräsidentin Martha Schultz, die die Sommerferien von neun auf sechs Wochen verkürzen will. Dabei hat sie beruflich eigentlich touristische Interessen, die eher für lange Urlaube sein müssten. Seltsam ist jedoch das von ihr genannte feministische Hauptmotiv. Frauen würdendurch die langen Ferien zu sehr belastet werden. Angesichts der Fülle von immer zahlreicheren Sommeraktivitäten, von Sprachreisen, von Sommeruniversitäten, von Jungscharlagern, von Sportcamps – und angesichts der vielen junggebliebenen Großeltern, die in den meisten Fällen durchaus gern bereit stehen, erstaunt das ein wenig, auch wenn es gewiss schwierige Einzelsituationen gibt. Und wenn ich mich zurückerinnere, dann habe ich mich in einzelnen sommerlichen Wochen in Wien zwischen Fußball im Park und Briefmarkensammlung auch ganz gut allein beschäftigen können. Der viel wichtigere und positivere Aspekt, als die Schule als Aufbewahrungsort für Kinder und Entlastung für Mütter zu sehen, ist zweifellos, dass die österreichischen Schulergebnisse weit besser wären, wenn jedes Schuljahr drei Wochen länger dauern würde. Und wenn vzugleich vor allem die neugebauten Schulklassen mit ihren irrgroßen Glasfronten für die heißen Wochen eine Klimaanlage bekämen.