Der ORF und die Schwulen
Welche gigantische Aufgabe auf den künftigen ORF-Chef Clemens Pig, beziehungsweise bis Jahresende auf die bis dahin amtierende Ingrid Thurnher wartet, ist am Wochenende rund um die Homosexuellen-"Pride"-Demonstrationen in Wien mehr als deutlich geworden. Die Berichterstattung über diese Demonstration zeigt wieder einmal, wie weit der Zwangsgebührenfunk von aller Objektivität, Unabhängigkeit und Faktenorientierung entfernt ist, wie weit sich da alle von links-woker Begeisterung mitreißen lassen.
Das zeigt sich noch eindeutiger an der "Fakten"-Berichterstattung, auf die der ORF doch so stolz ist und derentwegen er behauptet, Anspruch auf die Zwangsgebühren zu haben. Das merkte man etwa daran, dass über eine rein private Demonstration mit mehreren Sondersendungen berichtet worden ist. So wie wenn der ORF auch über das Fronleichnams-Fest der Katholiken oder FPÖ-Veranstaltungen oder den Mai-Aufmarsch in Sondersendungen berichten würde, die ja alle ebenfalls stolze Teilnehmerzahlen behaupten.
Genauso arg ist, dass man im selbsternannten "Fakten"-ORF eine Überschrift wie "Mehr als 300.000 bei Regenbogenparade" lesen konnte, die so tat, als ob das eine objektive Tatsache wäre. Dabei war diese Zahl eine reine Wunschbehauptung der Veranstalter und ist von sonst niemandem bestätigt worden. Das ist so, wie wenn man Behauptungen einer Partei als feststehendes Faktum berichten würde.
Hingegen wurde nicht darauf hingewiesen , dass die Polizei im Gegensatz zu ihrer sonstigen Übung keine Teilnehmerzahl gemeldet hat, und dass sie das mit der seltsamen, um nicht zu sagen windigen Ausrede begründet hat, sie wäre mit anderen Aufgaben überlastet gewesen – als ob das nicht wirklich bei jeder Großveranstaltung zutrifft, als ob böse Rechte die Demo gestört hätten, weshalb man alle Hände voll zu tun hatte.
Dafür las man im ORF voll Trauer die Klagen der Schwulen-Community, dass die Gemeinde Wien die Subvention für den Aufmarsch gekürzt habe. Dabei wäre im Gegenteil die Frage mehr als berechtigt, warum das rot-pinke Rathaus den Aufmarsch überhaupt und noch immer mit immerhin 350.000 Euro subventioniert. Denn das ist eindeutig ein rein ideologisch-parteipolitischer Aufmarsch, bei dem sowohl die SPÖ wie die Neos (sowie die Grünen) mitgetan haben. Das wäre genauso, wie wenn der SPÖ-Aufmarsch am 1. Mai oder die genannten Fronleichnamsprozessionen aus Steuermitteln subventioniert würden.
Dennoch interessieren sich weder Rechnungshof noch all die Partei-Finanzierungssenate, noch die Korruptionsstaatsanwaltschaft für diese seltsamen Geldflüsse. Diese wären an sich ob der Parteinähe schon selbst dann anrüchig, wenn nicht der Hauptzweck, ja im Grund das einzige Ziel des Aufmarsches die Bewerbung bestimmter sexueller Aktivitäten wäre.
Genau unter dem so harmlos klingenden Stichwort "Toleranz", das so gerne als Entschuldigung für diese Schwulen-Kundgebungen verwendet wird, haben die Linken ein paar Jahre früher sogar die sexuellen Belustigungen einer bestimmten Art Männer mit kleinen Kinder verteidigt und in den hellsten Farben dargestellt. Das hat damals auch kein "öffentlich-rechtliches" Fernsehen kritisch aufgespießt, als ein prominenter Grüner den dabei empfundenen Genuss sogar in einem Buch beschrieben hat ...
