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Die Angst vor Menschen, die anders denken

Die Angst vor Menschen, die anders denken

Die blamable Dauerangst der Linken vor Menschen, die anders denken und reden, als ihr eigener enger geistiger Mainstream es erlaubt, erreicht immer neue Gipfelpunkte. Das ist ganz eindeutig ein Zeichen großer geistiger Schwäche. Wie eine Schnecke ziehen sich immer mehr nach dem Motto der MeToo-Hysterie in ihre engen "Schutzräume" zurück, um nur ja nicht mit anderen Gedanken konfrontiert zu werden.

Diese Dauerangst begann in den Universitäten, setzte sich nahtlos im ORF und dann in den Mainstream-Zeitungen fort (also so gut wie allen, die überhaupt noch erscheinen),  das hat nun jetzt bei den sogenannten Wiener Festwochen einen Tiefpunkt erreicht, obwohl die Rathaussozialisten seit Jahren mit diesen, wenn auch meist vergeblich, versuchen zu zeigen, dass für sie Kultur doch kein Fremdwort ist. Was ja seit dem Amtsantritt des von den Rathaussozialisten ins Amt gehievten "Kulturministers" Babler ein besonders mühsames Unterfangen geworden ist.

In den Universitäten – nicht nur den österreichischen – werden schon seit längerem unter dem Druck extremistischer Studenten (die bei den nur spärlich besuchten Studentenwahlen regelmäßig die Mehrheit erzielen) immer wieder unerwünschte Vortragende ausgeladen. Dies geschieht etwa nur deshalb, weil diese als Biologen beweisen können, dass es nur zwei Geschlechter gibt, während doch progressive Kräfte schon eine Vielzahl weiterer Geschlechter erfunden haben.

Inzwischen haben die Linken auch schon im Uni-Lehrkörper und bei den Rektoren klar die Mehrheit errungen (nur bei der Wirtschaftsuniversität und den Privatunis ist ihnen das noch nicht dauerhaft gelungen). Das hat zur Errichtung einer massiven universitären Brandmauer gegen alle Neuberufungen geführt, die eventuell auch wertkonservativ oder wirtschaftsliberal denken könnten. Auch jene, die wagen, hie und da ein Fragezeichen hinter die Klimapanik, die anti-europäisch rassistischen Postkolonial-Konstrukte oder die Phantasien vom ständig frei wechselbaren Geschlecht zu setzen, haben keine Chance mehr, Professoren zu werden.

Dieser Meinungsterror setzt sich seit Jahren im ORF fort, wo in den Redaktionen eine ständig wachsende (und durch keinen Generaldirektor mehr umkehrbare) linke Mehrheit den Ton angibt. Diese Mehrheit akzeptiert Vielfalt lediglich in den Unterschieden zwischen sozialistisch, grün und kommunistisch – sofern da überhaupt ein Unterschied erkennbar sein sollte. Viele österreichische Intellektuelle werden vom Gebührenfunk seit Jahren aus Angst davor nicht mehr eingeladen, dass sie die Diskussion gewinnen könnten.

Genauso intensiv geht der linke Gleichschritt in den Zeitungen voran. Lediglich im "Kurier" und in der "Kleinen Zeitung" gibt es hie und da noch Meinungs-Pluralität zu erkennen. Der radikale Linksschwenk in der einst bürgerlich-liberalen "Presse" war spätestens zu jenem Zeitpunkt erkennbar und unumkehrbar geworden, als der brillante Karl-Peter Schwarz hinausgemobbt worden ist, weil er zu konservativ ist (dafür hat man die einstige bürgerlich-liberale Blattlinie durch eine der journalistischen Korruption ersetzt, die durch Beförderung an die Spitze des Verlags sogar belohnt worden ist).

Der Intendant der "Wiener Festwochen" aus der Schweiz hat immerhin das Defizit des gleichgeschalteten Einheitsdenkens gespürt. Er hat erkannt, dass linke Provokationen wie die Aufstellung eines angeblichen Flüchtlings-Containers vor der Oper nur noch abgeschmackt sind und inzwischen weder Erregung noch Publikum schaffen. Seit sogar Jesuiten in ihrer Predigt die seltsame Frau preisen, die nackt durch ein Urin-Meer fährt, ist das wohl eine richtige Erkenntnis. In dieser Geistfreilandschaft hat der Intendant richtig geschlossen, dass angesichts des kollektiven Gleichschritts nur noch "rechte" Provokationen Empörung auslösen können, zumindest in den medial tonangebenden linksliberalen Milieus. Und Provokation ist sein oberstes, um nicht zu sagen einziges Ziel.

Deshalb hat er versucht, böse Rechte mit Showprozessen vorzuführen. Damit hat er geglaubt, seine Provokation zu schaffen.  Er hat freilich nicht begriffen, dass Rechte praktisch immer siegen, wenn sie einmal gleiche Chancen auf einem ebenen Spielfeld haben. So sind bei früheren Festwochen die Plädoyers von Migrationsgegnern begeistert im Internet weitergegeben worden, "viral" geworden.

Heuer hat der Intendant eine neue Provokation mit dem amerikanischen Erfolgsunternehmer Peter Thiel versucht. Der Herr Intendant hat dabei dessen sehr individuelle Auslegung der "Geheimen Offenbarung" der Bibel ins Zentrum der Attacken eines linken Theologen aus Südtirol rücken wollen. Die linke Blase hat aber erstens in Thiel nicht einen Amateur-Theologen, sondern einen bösen Tech-Kapitalisten gesehen, zweitens einen zeitweiligen Freund von Donald Trump wie auch Sebastian Kurz, und sie hat drittens geargwöhnt, dass in seiner Person auch heuer wieder ein böser Rechter als Sieger aus der Diskussion hervorgehen würde.

Das fürchten zumindest einige aus der Künstlerblase, auf die der Intendant sich bei der Wieder-Ausladung von Thiel berufen hat. Irgendwer habe mit einer Absage gedroht, worauf Thiel gleich wieder ausgeladen worden ist. Solche Künstler haben sich gleich einen dreifachen Feigheits-Orden verdient:

  • Erstens weil sie zu feig sind, einem Menschen zuzuhören, der anderer Ansicht ist.
  • Zweitens, weil sie so feig sind, dass sie sich mit ihrer Meinung vulgo Erpressung in der Anonymität zu verstecken.
  • Und drittens, weil sie zu feig sind, um sich die Kommentare anzuhören, dass man auf sie leicht verzichten kann. Denn irgendeine überragende Künstlerpersönlichkeit ist bei den Festwochen ja weit und breit nicht zu hören oder sehen, die den Intendanten zu Rücksicht auf eine Absagedrohung zwingen würde. Oder hält man im Rathaus jetzt schon Urinschwimmer für eine solche Persönlichkeit?