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Links-Um Richtung Absurdistan

Links-Um Richtung Absurdistan

Die britischen Sozialisten verlieren massiv Stimmen an die rechte Reformpartei – und was machen sie? Sie machen einen sogar deutlich weiter links stehenden Politiker zum Nachfolger des derzeit amtierenden Premiers. Verstehe das, wer wolle. Die deutschen Sozialisten verlieren viele Wähler an die rechtsstehende AfD – und was machen sie? Sie setzten neue linke und feministische Akzente. Verstehe das, wer wolle. Die österreichischen Sozialisten haben einen Gutteil der Arbeiterschaft mit österreichischem Pass an die rechtsstehende FPÖ verloren – und was machen sie? Erraten: glasklar linke Politik. Verstehe das, wer wolle.

Ich will nicht.

Aber es ist Tatsache, dass sie sich alle im Links-Um einig sind. Sie marschieren zwar im Gleichschritt. Aber der führt nach unten, weg von der Wählerzustimmung. Auch von Italien bis Spanien liegen die Genossen überall im gleichen Trend, und in anderen Erdteilen sowieso. Sie wissen zwar alle noch vage, woher sie kommen. Sie träumen daher gerne vom 19. Jahrhundert. Sie wissen aber nicht mehr, wohin sie wollen, wozu es sie überhaupt braucht.

Sie haben vor allem alle – mit wenigen Ausnahmen, wie es die dänischen Genossen sind, – nicht begriffen, dass ihre beiden neuen Fokuspunkte von den klassischen Wählern, die vor allem dem leistungs- und aufstiegsorientierten Proletariat und Kleinbeamtentum entstammen, als Schlag ins Gesicht empfunden werden müssen. Diese beiden Fokuspunkte sind die beharrliche Migrationsfreundlichkeit und der militante Feminismus. Da geht es nicht mehr um Aufstieg. Da geht es um neuen Zwang.

Damit haben die Sozialdemokraten praktisch jeden Kontakt mit der einstigen Basis abgeschnitten. Mit den Schwerpunkten Feminismus und Migrationsbegeisterung kann man zwar zweifellos bei Soziologie/Politologie/Genderologie/Publizistik/Afrikanistik-Studentinnen gut punkten. Die Leute da draußen schütteln aber nur noch den Kopf. Längst vergessen sind die großen sozialdemokratischen Führer der linken Mitte, ein Schmidt, ein Schröder, ein Blair, ein Vranitzky, bei denen es noch um Aufstieg und Wohlstand gegangen ist.

Der heutigen Generation kommt die Sozialdemokratie hingegen nur noch mit linken Ideen. Und kommt daher dort überhaupt nicht an.

Einige aktuelle Beispiele:

  1. Da werden von den spanischen Sozialisten (den einzigen Genossen, die noch regieren) irrwitziger Weise 500.000 illegale Migranten legalisiert, beziehungsweise ins Land geholt. Und dann wundern sie sich, dass das bei den bisherigen Wählern keinen Beifall auslöst. Diese sehen darin lediglich eine Bestätigung für den von der Rechten angeprangerten Bevölkerungsaustausch. Während er de facto stattfindet, fällt den Genossen und zugehörigen Richtern nichts anderes ein, als das Wort für pfui, für "Nazi" zu erklären. Das ist freilich längst das Einzige, was ihnen zu allem und jedem einfällt.
    Wobei das Wort in der Tat zwar unpassend, aber nicht kriminell ist:
    • weil da nichts ausgetauscht wird, sondern ganz einseitig enteuropäisiert wird;
    • weil die Europäer nicht auswandern, sondern kinderlos aussterben;
    • weil sie durch nicht-europäische Zuwanderer ersetzt werden, aus Asien, aus Lateinamerika – die besonders häufig nach Spanien gehen –, aus Afrika und vor allem aus islamischen Ländern.
  2. Da will in Österreich die SPÖ-Ministerin Holzleitner allen Ernstes verbieten, dass Bundesländer Privatuniversitäten finanzieren. Dabei brauchen wir in Wahrheit dringend in etlichen Bereichen – von den Technikern bis zu den Medizinern – mehr Akademiker. Dabei schmeißen die vom Bund, also über ihr Ministerium finanzierten traditionellen Universitäten das Geld für Sinnlos-Studien hinaus wie Genderistik, Politologie oder Publizistik oder gar für Klos eines dritten Geschlechtes. Aber einer gestandenen Linksradikalen wie Holzleitner ist halt alles zuwider, wo auch nur das Wort "Privat" vorkommt.
  3. Da will die vom allerlinkesten Rand der SPÖ kommende Justizministerin Sporrer die als Folge der Massenmigration maßlos überfüllten Gefängnisse durch eine massive Reduktion der Freiheitsstrafen leeren. Das heißt: Die SPÖ will lieber die – bekanntlich vor allem migrantischen – Straftäter wieder freisetzen, als gemeinsam mit der ÖVP besser zielführende Maßnahmen gegen die Migration insgesamt zu unterstützen. 
  4. Da will die Frau Sporrer von der von ihr vorgeschlagenen vorzeitigen Haftentlassung eine bestimmte Gruppe ausnehmen, die nach ihren Plänen nicht amnestiert werden soll. Das sind aber nur Österreicher. Das sind Österreicher, in denen die SPÖ eine besonders schlimme Gefahr zu sehen behauptet, die sie in Wahrheit hasst, weil sie eher nicht linke Parteien wählen. Das sind nach dem – an sich gegen die Menschenrechtskonvention verstoßende und nur durch einen ausdrücklichen Rechtsvorbehalt Österreichs in Kraft gebliebene – Verbotsgesetz Verurteilte. Das Fazit mit kurzen Worten: Kriminelle Migranten gehen frei, hingegen bleiben Rechte, die sich etwa der Sammlung von Weltkriegs-Überbleibseln schuldig gemacht haben, im Gefängnis.
  5. Da passt auch eine unglaubliche Äußerung von Andreas Schieder, des SPÖ-Abgeordneten im EU-Parlament, genau in diese Linie: Er regt sich allen Ernstes darüber auf, dass die EU-Kommission mit Vertretern der in Afghanistan herrschenden Taliban Gespräche aufgenommen hat, damit man Afghanen dorthin abschieben kann. Das sei ein "schwerer außenpolitischer Fehler". Das heißt: Die SPÖ will also lieber, dass die sich ja alles andere als unproblematisch verhaltenden Afghanen in Österreich und anderen EU-Ländern bleiben, als dass sie abgeschoben werden können.
  6. Da fordert eine der SPD nahestehende deutsche Feministin, dass es künftig Ausgangssperren und ein Alkoholverbot für Männer geben soll, und dass alle Männer alle paar Jahre zwangsweise ein Antiaggressionstraining absolvieren müssen.

Und so weiter.

Dabei sind das nur jene Beispiele für linken Wahnsinn, die mir in den letzten Stunden untergekommen sind. Dennoch wundern sich die Sozialisten, dass die britischen Wähler zum rechten Nigel Farage überlaufen (nachdem sich die Tories durch mehrere suboptimale Parteichefs und durch die Bestellung einer aus Nigeria stammenden Frau an die aktuelle Spitze selbst aus dem Rennen genommen haben). Und da wundern sich die Sozialisten, dass sie in Österreich unter 18 Prozent und in Deutschland gar unter 13 Prozent liegen.