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Was ein Mann an der Spitze ausmacht

Was ein Mann an der Spitze ausmacht

 Der globalen Finanzwelt stehen die wahrscheinlich größten Börsegänge der Geschichte bevor. SpaceX, Open AI und Anthropic holen sich Milliarden oder gar Billionen. Die High-Tech-Felder, in denen diese vor wenigen Jahren noch gar nicht existierenden Unternehmen so unglaublich erfolgreich sind, reichen vom Weltraum bis zur Künstlichen Intelligenz. Bei diesen Erfolgsstories sollte man sich aber auch folgende vier Aspekte bewusst machen:

Der erste und bedrückendste ist zweifellos die Tatsache, dass sie alle in den USA stattfinden, während das eigentlich einwohnerstärkere und an kreativen Menschen reiche Europa nicht einmal annähernd so erfolgreiche Unternehmen hat. Das liegt wohlgemerkt nicht an irgendwelchen Förderungen durch den Staat. Das liegt auch nicht an Donald Trump (schon vor ihm waren die USA von Microsoft bis Apple der Ort eines wirtschaftlich-technischen Urknalls). Das liegt schon gar nicht an einer skurrilen "Industriepolitik" in Europa, bei der Politiker und Beamte Investitionen dirigieren (auf die man in Brüssel wie Wien so stolz ist, ohne bisher irgendwelche Erfolge präsentieren zu können). Das liegt noch weniger an den sozialdemokratischen Überregulierungen, mit denen Staaten und EU jede private Initiative in die Mangel nehmen. Das liegt vielmehr an der großen Freiheit, am Unternehmergeist und den relativ niedrigen Steuern in den USA (und sollte ein sozialistisch gewordener Bundesstaat wie Kalifornien sie auch dort in die Höhe treiben, dann ziehen die Erfolgsunternehmen reihenweise weg).

Der zweite Aspekt des Erfolgs: Es war und ist jeweils ein einziger Mann von Elon Musk bis Sam Altman, dessen Elan und Visionen die Unternehmen groß gemacht haben. Auch die Investoren und Geldanleger lieben es, wenn sie ihr Geld nicht einem fast anonymen Kollektiv anvertrauen, sondern personifiziert einem solchen Vertrauen ausstrahlenden Menschen, der ja auch weiter Chef bleibt.

Das führt unmittelbar zum dritten Aspekt: Es sind absolut immer weiße Männer. Was die ideologiegetriebenen Studien ad absurdum führt, wie sehr doch Diversität und ein hoher Frauenanteil in der Führungsspitze zum Erfolg führen würden.

Und der vierte Aspekt: Die amerikanischen Bürger sehen ihre Ersparnisse und Pensionsvorsorgen in Aktien solcher Firma viel besser aufgehoben als in einem staatlichen System, wo das Geld sofort wieder ausgegeben wird, wo kein Cent für die Pensionen angespart wird. Wo wie in Österreich Pensionen real entwertet oder wie in Griechenland bei einem Staatsbankrott gar halbiert werden.

Ich schreibe in jeder Nummer von Österreichs einziger Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung "Börsen-Kurier" die Kolumne "Unterbergers Wochenschau".