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Die Massenmigration, der ORF und die Gemeinde Wien

Die Massenmigration, der ORF und die Gemeinde Wien

Wochenlang hatte der ORF auf all seinen Kanälen die Konsumenten – also jene immer kleiner werdende Schar, die ihn noch anhört oder anschaut, – mit einer Aktion "ORF fragt" belästigt. Jetzt hat er die Ergebnisse präsentiert. Aus zwei guten Gründen tut er das in auffallend bescheidener Form. Diese Frageaktion ist erstens von Anfang an nicht sonderlich ernst zu nehmen gewesen, weil sie ja im Gegensatz zu professionellen Umfragen keinen repräsentativen Bevölkerungsschnitt (genau aufgeteilt nach Alter, Geschlecht, Bildung, Stadt-Land, Einkommen) darstellt. Und zweitens zeigt sich jetzt, dass  auch die Teilnehmerzahlen blamabel sind. Der Zwangsgebührensender gibt selber zu, dass daran bloß "mehr als 60.000 Menschen" teilgenommen haben.

Damit ist der selbstpostulierte Anspruch des von allen österreichischen Haushalten Zwangsgebühren einhebenden ORF jämmerlich gescheitert, er wäre der unverzichtbare "Marktplatz" der Nation, auf dem alle Österreicher zusammenkommen.  

Wie unbedeutend im Grund die Teilnehmerzahl ist, sieht man besonders deutlich, wenn man sie zu einer anderen aktuell bekanntgewordenen Zahl in Relation setzt: Denn allein in Wien verlangen derzeit weitere 143.000 Migranten einen österreichischen Pass! Also weit mehr als doppelt so viele, wie in ganz Österreich dem ORF geantwortet haben! 

Diese schockierende Zahl von 143.000 in der Bundeshauptstadt einen Pass fordernden – und wohl auch bekommenden – Menschen wäre, statt verschwiegen zu werden, eigentlich Sondersendungen wert. Kommt doch der allergrößte Teil aus Syrien, dem Iran oder Tschetschenien, also aus lauter islamischen Ländern mit überwiegend extrem problematischen Bevölkerungen. Diese Menschen sind vor allem 2015 und 2016 nach Österreich gekommen, als unter Werner Faymann – in übler Absprache mit Angela Merkel in Berlin – die Grenzen weit geöffnet worden sind. Jetzt sind sie zehn Jahre da und haben daher laut Gesetz Anspruch auf die Staatsbürgerschaft.

Damit sind sie vor Abschiebung geschützt, denn derzeit wird ja jeder, der den Entzug der Staatsbürgerschaft bei grobem Fehlverhalten auch nur zur Diskussion stellt, als Rechtsextremist stigmatisiert.

Zwar gibt es derzeit eine administrative Überforderung der Wiener Rathaus-Behörden mit all diesen Anträgen. Jedoch kann man sicher sein, dass die Genossen dafür sorgen werden, dass alle 143.000 rechtzeitig vor den nächsten Gemeinderatswahlen die Wahlberechtigung erhalten, um so der Wiener SPÖ den infolge der Abmagerung von Rot und Pink enorm wackelnden Bürgermeistersessel zu sichern und die Bundes-SPÖ vor dem Absturz in die Einstelligkeit zu bewahren, der sich die Sozialdemokraten, die einst in beiden Ländern mit großen Mehrheiten den Bundeskanzler gestellt haben, ja rasch nähern: In Österreich sind sie bei (seriösen) Umfragen jetzt schon auf 16 Prozent abgestürzt und in Deutschland gar auf 11 bis 12.

All das wird natürlich von den stramm links marschierenden Redaktionen des Zwangsgebührenfunks eisern verschwiegen.

Deswegen wird im ORF auch das für linke Mainstreammedien und die Politik weitaus katastrophalste inhaltliche Ergebnis der Frage-Aktion total versteckt: Das sind die 76 Prozent der Antwortenden, die überzeugt sind, dass die Integration der Migranten in Österreich eher nicht oder gar nicht gut funktioniert. Dies findet sich beispielsweise im ORF-Online-Bericht über die Ergebnisse erst im letzten Drittel des Textes! In anderen wird sie gar nicht erwähnt.

Wenn man zusätzlich berücksichtigt, dass sich an dieser Frageaktion zweifellos die ORF-affinen Linken überdurchschnittlich beteiligt haben, dann kann man sicher sein, dass die Migrationskritiker einen noch viel größeren Anteil unter den Österreichern bilden.

Diese massive Migrationskritik wird auch von seriösen Umfragen bestätigt. Dessen ungeachtet drückt die Gemeinde Wien  jetzt den "Flüchtlingen" massenweise einen rot-weiß-roten Pass in die Hände. Dadurch werden sich zwar die Wahlergebnisse von Rot und Grün verbessern, aber mit Sicherheit nicht irgendwelche Integrationsbemühungen. Schneiden doch die "Österreicher" mit Migrationshintergrund ebenso wie die "Flüchtlinge" bei allen relevanten Statistiken – von der Kriminalität über die Arbeitslosigkeit bis zu den Schulproblemen – weit schlechter ab als die autochthonen Österreicher.

An die Spitze seines Berichts stellt der ORF aber als seiner Meinung nach wichtigstes Ergebnis etwas ganz anderes: nämlich die Selbstverständlichkeit, dass die Österreicher sich am meisten vor Kriegen fürchten. Wer hätte das gedacht! 

Dabei ist laut den ORF-Ergebnissen die Sorge vor Kriegen in der Welt von 77 Prozent genannt worden, die Sorge über die Folgen der Migration von 76 Prozent – also praktisch von genauso vielen Antwortenden. Der große Unterschied ist nur, dass Österreich und Europa sehr viel gegen die Migration tun könnten. Gegen Kriege und Konflikte in der Welt sind sie hingegen machtlos. Dabei sind zweifellos sogar hundert Prozent der Österreicher gegen Kriege, nicht nur die drei Viertel der skurrilen ORF-Umfrage … 

Ich schreibe bisweilen Kolumnen auf der Nachrichten- und Meinungsplattform Exxpress.