Und schon der nächste ORF-Skandal
Nur einen Tag, nachdem die ORF-Genossen den österreichischen Bundeskanzler durch Breittreten eines missverständlich aus dem Zusammenhang gerissenen Satzes mit etlichem Erfolg fertig gemacht haben, versuchen sie dies auch beim nächsten rechten Spitzenpolitiker und europäischem Regierungschef: Sie widmeten den ersten und weitaus längsten Beitrag der "Zeit im Bild" dem Konflikt zwischen Italien und Spanien. Statt aber den einzigen Auslöser der Auseinandersetzung auch nur zu erwähnen, stellen sie das Handeln der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in einem reinen Hetz- und Hass-Beitrag als leicht belämmert dar (mit nachträglicher Ergänzung).
Wäre Ceuta wirklich der Anlass der italienischen Schengen-Sperre für Reisende aus Spanien gewesen, hätte Meloni wirklich gesagt, dass Ceuta-Marokkaner nach Italien kommen werden, dann könnte man ja durchaus diskutieren, ob sie belämmert wäre oder ob sie aus bloßer Angst vor einer neuen, weiter rechts stehenden Partei einen Popanz aufgeblasen hätte.
Jedoch: Die italienische Schengen-Sperre hat in keiner Weise mit Angst vor den Ceuta-Migranten zu tun. Das weiß jeder, der die Worte Melonis gelesen oder gehört hat. Das müssen auch die ORF-Hetzer zweifellos genau gewusst haben, wären sie nicht voll vom linken Desinformations-Impetus getragen.
Meloni hat aus einem ganz anderen Grund gehandelt und das auch klar gesagt: Sie hat die Kontrolle aller via Meer oder Luft aus Spanien kommenden Menschen nur und eindeutig wegen der empörenden Tatsache verhängt, dass Spanien in den letzten Tagen über eine Million illegal gekommener Migranten an allen EU-Vereinbarungen vorbei legalisiert und mit Papieren ausgestattet hat. Dieser unglaubliche Skandal hat ja schon davor die große Mehrheit der EU-Regierungschefs, darunter den österreichischen Bundeskanzler, zu einem scharfen Protest bewogen.
Auch in Österreich ist man sich offenbar bewusst geworden, wie frei sich diese Million dank dem durch den Schengen-Vertrag hergestellten Wegfall der Grenzkontrollen frei und unkontrolliert durch ganz Europa bewegen kann. Daher wird vermutlich auch Spaniens unmittelbarer Nachbar Frankreich bald handeln müssen, zumindest wenn Präsident Macron noch verhindern will, dass Marine Le Pen die Wahl um seine Nachfolge sogar schon im ersten Wahlgang gewinnt.
Doch dieser wahre und einzige Anlass des italienisch-spanischen Konflikts ist dem ORF keine Silbe wert. So wie er diesen Zusammenhang auch schon in den Tagen der Ceuta-Aufregung weitestgehend ignoriert hat. Dabei war die Massenlegalisierung das eindeutige Motiv für das Eindringen von 72.000 Marokkanern in die spanische Enklave gewesen. Sie hatten mit klarer Logik gehofft, dass auch sie bald genauso behandelt und daher legalisiert werden.
Was die Sorgen von Italien bis Österreich besonders groß macht: Spätestens im Herbst wird es in Spanien nach der Ernte- und Touristensaison keine illegalen Jobs für diese Million mehr geben. Hat doch Spanien "dank" der sozialistischen Wirtschaftspolitik der linkesten Regierung in der EU jetzt schon eine gigantische Arbeitslosenquote von zehn Prozent. Spätestens dann werden sich viele der legalisierten illegalen Afrikaner und Lateinamerikaner auf den Weg in andere, besser situierte EU-Länder machen. Dann wird eine ganz neue Migrationsroute entstanden sein.
Die Hass- und Hetz-Berichterstattung der linksradikalen ORF-Redakteure gegen alles, was in Europa oder Amerika rechts der Mitte ist, wird aber auch dann jedenfalls weitergehen. Sie wird sich zweifellos sogar noch intensivieren. Tritt doch jetzt ein Mann an die Spitze des ORF, unter dem schon die einst seriöse Agentur APA sehr weit nach links abgeglitten ist, der jahrelang kein Bemühen gezeigt hat, die Agentur (von der bekanntlich alle abschreiben) ihrer Pflicht gemäß ausgewogener und objektiver zu machen.
Nachträgliche Ergänzung: Schon wenige Stunden nach diesem Skandal setzte der ORF eine neue Wahnsinnsaktion auf seiner Online-Plattform. Dort erschien ein Brandartikel zugunsten des sogenannten Familiennachzugs. Unter dem mitleiderweckenden Titel "Ungewissheit setzt Betroffenen zu" wird zugunsten jenes Kanals getrommelt, über den in den letzten Jahren der Großteil der Migranten nach Österreich gekommen ist, den aber das Innenministerium zuletzt schmäler zu machen versucht hat.
